Uni Hohenheim

Attest-Skandal bei Klausur

published: 20.06.2018

An der Uni Hohenheim brachen 48 Studis ihre Klausur ab und legten danach ein Attest vom selben Arzt vor. Eine Angelegenheit für den Prüfungsausschuss (Symbolfoto: LStockStudio/Shutterstock) An der Uni Hohenheim brachen 48 Studis ihre Klausur ab und legten danach ein Attest vom selben Arzt vor. Eine Angelegenheit für den Prüfungsausschuss (Symbolfoto: LStockStudio/Shutterstock)

Diese Geschichte wird wohl in die Historie der Stuttgarter Universität Hohenheim eingehen: Bei einer Klausur verließen 48 Studierende den Prüfungssaal – und gingen zum Arzt, um sich nachträglich ein Attest zu holen. Sie gaben Schwindel, Übelkeit oder auch Sehstörungen als Gründe an, die Klausur abbrechen zu müssen. Pikant: Alle 48 Studis der Wirtschaftswissenschaften gingen zum selben Arzt. Ups! Nun drohen den Studis teilweise schwere Konsequenzen.


 
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Eine Angelegenheit für den Prüfungsausschuss

Um an der Uni Hohenheim eine Klausur während des Schreibens abzubrechen, muss im Nachhinein die Unfähigkeit, Wissen abzurufen, ausführlich vom Arzt durch Untersuchungen nachgewiesen werden. Dass dies tatsächlich bei allen 48 Studis passiert sein soll, zweifelt die Uni stark an. Der Fall wurde an den Prüfungsausschuss weitergeleitet, der zu dem Fazit kam, dass die allermeisten der 48 Studis mit ihrem Attest nicht durchkommen. Einige Atteste wurden zusätzlich zu spät eingereicht. Bei 33 Abbrechern wurde die Prüfung laut "Stuttgarter Nachrichten" mittlerweile als nicht bestanden gewertet. Für drei Studierende bedeute dies die Exmatrikulation, da es sich um ihren letzten Prüfungsversuch handelte. Bei einigen Abbrechern prüfe man noch, ob sie tatsächlich prüfungsunfähig waren oder nicht, berichtet die Zeitung unter Berufung auf den Sprecher der Universität.
 

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Und nicht nur die 48 Studierende mussten sich einer genauen Untersuchung des Prüfungsausschusses unterziehen – in nächster Zeit sollen die insgesamt an die 100 weiteren Atteste untersucht werden, die von ebenjenem Arzt während der letzten Prüfungszeit ausgestellt wurden. Die Studis werden in den nächsten Wochen von der Uni kontaktiert und müssen dann zu ihrem Fehlen Stellung beziehen. Nur einer hat vorerst keine Konsequenzen von der Hochschule zu befürchten: der Arzt.
 

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Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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