Bildungsbericht 2018

Hochschul-Studium wird immer beliebter

published: 25.06.2018

Studieren wird in Deutschland immer beliebter (Foto: George Rudy/Shutterstock.com) Studieren wird in Deutschland immer beliebter (Foto: George Rudy/Shutterstock.com)

Studieren ist so beliebt wie nie: Immer mehr Studierende drängen an die deutschen Hochschulen, und das gesamte Hochschulsystem wird immer größer. Das zeigt der aktuelle Bildungsbericht des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Dieser geht auch auf die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Absolventen und Absolventinnen ein.
 

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Schon seit fünf Jahren bewegt sich die Studienanfängerzahl in Deutschland auf absolutem Rekordniveau. Über eine halbe Million Menschen beginnen jährlich mit einem Studium. Damit bekommt das Studium einen immer höheren Stellenwert im Vergleich zu anderen Tätigkeiten nach der Schulzeit. Vor zehn Jahren war das duale System der Berufsausbildung noch klar vorne. Dort konnten jährlich über 180.000 mehr Neuzugänge verzeichnet werden, als es Erstimmatrikulationen gab. Seit 2011 liegen nun aber die Hochschulen um etwa 20.000 Neuzugänge über dem dualen System.

Die hohe Nachfrage wirkt sich auch auf das Hochschulsystem an sich aus. Deutschlandweit gibt es inzwischen etwa 400 Hochschulen, knapp 100 mehr als noch Mitte der 90er. Insbesondere private Einrichtungen sorgten für diesen Anstieg. Auch das Studienangebot steigt immer weiter an. Zum vergangenen Wintersemester wurden deutschlandweit insgesamt etwa 10.000 grundständige und 9.000 weiterführende Studiengänge angeboten.
 

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Die Studienabbruchsquote liegt bei Bachelorstudiengängen relativ stabil bei 28 Prozent. Diese Studierenden brechen ihr Studium meist schon früh ab: im ersten oder zweiten Semester. Bei Masterstudiengängen hat sich die Quote in den letzten Jahren deutlich nach oben bewegt: Brachen 2012 nur neun Prozent ihr Masterstudium ab, waren es 2016 schon mehr als doppelt so viele. Laut den Wissenschaftlern nutzen einige Studenten das Masterstudium möglicherweise als Überbrückung, bis sie eine passende Stelle finden.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist für Absolventen und Absolventinnen weiterhin gut, obwohl immer mehr Akademiker in den Arbeitsmarkt drängen. 2016 schlossen 490.000 Studierende ihr Studium ab, was einen neuen Rekord bedeutet. In den frühen 2000ern waren es weniger als die Hälfte. Die Beschäftigungssituation der Absolventen stellt sich trotzdem als günstig dar. Die Arbeitslosenquote und andere wirtschaftliche Kennziffern verändern sich nicht ins Negative. Somit ist der klare Vorteil eines Studiums im späteren Job immer noch gegeben.

[PA]

Links

Der komplette Bildungsbericht 2018

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