"CHE NumerusClausus-Check"

Immer mehr Studiengänge NC-frei

published: 21.07.2018

Demokratisierung des Studiums: Der "CHE Numerus Clausus-Check 2018/19“ zeigt, dass immer weniger Studiengänge zulassungsbeschränkt sind (Foto: Motortion Films/Shutterstock.com) Demokratisierung des Studiums: Der "CHE Numerus Clausus-Check 2018/19“ zeigt, dass immer weniger Studiengänge zulassungsbeschränkt sind (Foto: Motortion Films/Shutterstock.com)

Für viele junge Menschen scheitert der Traum des Wunschstudiums an der Zulassungsbegrenzung: Früher in der Schule nicht genug konzentriert, kann die Abi-Note später einen Strich durch die Rechnung machen. Doch es gibt eine gute Nachricht: Die Zahl der Studiengänge, die durch einen Numerus Clausus (NC) beschränkt sind, sinkt. Zu diesem Ergebnis kommt der neue "CHE Numerus Clausus-Check 2018/19“ des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Die Studie basiert auf den umfassenden NC-Daten des Hochschulkompasses der Hochschulrektorenkonferenz für rund 19.000 Studiengänge im Wintersemester 2018/19 und den Daten der vergangenen Jahre. Pointer hat die wichtigsten Studienergebnisse im Überblick.
 

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Hannover liegt auf Platz eins – gefolgt von Berlin und Hamburg

41,1 Prozent aller Studiengänge in Deutschland sind im kommenden Wintersemester 2018/2019 durch einen NC beschränkt – damit ist der Anteil an Numerus-Clausus-Studiengänge in den letzten fünf Jahren um 4,4 Prozent gesunken. Insgesamt zeigt die detaillierte Analyse, dass der Anteil an zulassungsbeschränkten Studiengänge in zwölf Bundesländern gesunken ist – in Hamburg und Thüringen mit rund elf bzw. acht Prozent sogar sehr stark. Die Stadt mit der höchsten Quote an NC-beschränkten Studiengängen ist derzeit Hannover mit 68,2 Prozent – gefolgt von Berlin (59,9 Prozent) und Hamburg (59,4 Prozent) auf Länderebene.

Studiengänge mit den höchsten NC-Quoten

Doch der "CHE Numerus Clausus-Check 2018/19“ zeigt nicht nur, in welchen Bundesländern bzw. Städten der NC-Anteil gesunken ist, sondern auch, welche Studienfächer mit einer hohen NC-Quote belegt sind. So haben die Studiengänge der Wirtschafts-, Rechts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften bundesweit mit ca. 52 Prozent die höchsten NC-Quoten. Anders sieht es für Interessierte bei den Sprach- und Kulturwissenschaften aus: In knapp 70 Prozent dieser Studiengänge kann man sich ganz ohne Noten-Beschränkung einschreiben.


 
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Bachelor-Studiengänge nähern sich stärker Master-Studiengängen an

Auch interessant: Fachschulen belegen ihre Studiengänge mit 45,6 Prozent deutlich öfter mit einem NC als Universitäten mit einem Anteil von 37,4 Prozent. Und was zeigt ein vergleichender Blick auf Bachelor- und Masterstudiengänge? Die Studie zeigt, dass sich beide Studienarten immer mehr angleichen: Die NC-Beschränkung der Bachelor-Studiengänge nähert sich den Master-Studiengängen an – auch, wenn der Anteil an zulassungsbeschränkten Bachelors mit ca. 43 Prozent momentan noch immer etwas höher ist als der von Mastern mit 39 Prozent.
 

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Immer mehr junge Menschen können studieren

Welches Gefühl entfacht der "CHE Numerus Clausus-Check 2018/19“ mit diesen Ergebnissen? Ein Gutes: Die Resultate zeigen, dass Universitäten und Hochschulen sich besser auf die steigende Zahl an Studienbewerbern einstellen und damit auch immer mehr junge Menschen eine Chance bekommen zu studieren. Denn für Studieninteressierte heißt dies, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt, den Wunschstudiengang zu studieren. Wer nicht festgelegt ist, was die Stadt oder das Bundesland angeht, hat gute Chancen, seinen oder ihren Traumberuf zu erlernen.

Du willst alle Ergebnisse im Detail nachlesen? Dann klicke hier für den kompletten "CHE Numerus Clausus-Check 2018/19".

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Der "CHE Numerus Clausus-Check 2018/19“ im Web
Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) im Web

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