Studienkredit-Test 2018

Immer weniger Studis verschulden sich

published: 23.07.2018

Immer mehr Studis können sich ein Studium leisten, ohne einen Kredit abschließen zu müssen  (Foto: Panamas Yanuthai/shutterstock.com) Immer mehr Studis können sich ein Studium leisten, ohne einen Kredit abschließen zu müssen (Foto: Panamas Yanuthai/shutterstock.com)

Deutschlands Studis sind fleißig: Obwohl die Lebenshaltungskosten seit Jahren vor allem in Großstädten steigen, sinkt die Zahl der abgeschlossenen Studienkredite. Immer mehr Studierende finanzieren sich ihr Studium demnach über andere Wege, wie beispielsweise Nebenjobs – zu diesem Ergebnis kam nun der Studienkredit-Test 2018 des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Kooperation mit dem Handelsblatt, für den 46 Studienkredite und Bildungsfonds verglichen wurden.
 

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Rückgang der abgeschlossenen Kreditverträge um ein Drittel

Die Ergebnisse des Studienkredit-Tests zeigen: Die Anzahl der neu abgeschlossenen Studienkredit-Verträge ist von 2014 bis 2017 von 59.000 auf 41.000 gesunken – dies ist ein Rückgang der Vertragsanzahl um rund ein Drittel. Und das, obwohl die Zahl der Studierenden kontinuierlich steigt.




So finanzieren momentan 3,5 Prozent aller Studierenden ihr Studium durch einen Kredit. Mitte Juni 2018 waren ca. 280.000 Studienkreditverträge abgeschlossen, von denen allerdings nur 100.000 aktiv waren und der Rest der Verträge bereits zurückgezahlt wurde. 50 Millionen Euro zahlten die Kreditinstitute (z.B. Studentenwerke oder Banken) den Studis insgesamt im Monat aus.
 

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46 Kredite wurden genauer gecheckt

Der Studienkredit-Test gibt zudem Entwarnung: Alle 46 unter die Lupe genommenen Kreditgeber (Studienkredite, -darlehen und Bildungsfonds) wurden von dem CHE als seriös und gut bewertet. Marktführer sind der KfW-Studienkredit und der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes: Knapp 92 aller Verträge, die 2017 neu abgeschlossen wurden, stammten von diesen beiden staatlichen Anbietern.

Jeder Studis muss den passenden Kredit finden

Doch das CHE macht in dem Test auch deutlich: Es gibt nicht den einen universellen, passenden Studienkredit! Stattdessen hat jeder Kredit seine Vor- und Nachteile, die jeweils vor dem Hintergrund der eigenen Situation abgewogen werden sollten. Wer sich deshalb einen guten Überblick verschaffen will, sollte einen genaueren Blick in den Studienkredit-Test werfen: Dort wurden alle Kredite nach den fünf Kategorien Zugang, Kapazität, Kosten, Risikobegrenzung und Flexibilität detailliert beleuchtet.


 
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Nebenjobs und Eltern retten vor Verschuldung

Doch woran liegt die sinkenden Zahl der abgeschlossenen Studienkredite? Immerhin steigen die Lebenshaltungskosten sowie die Zahl der Studis. Ganz eindeutige Antworten haben die Expertinnen und Experten vom CHE auch nicht, da sich die Studie vor allem auf die Untersuchung der Kreditangebote bezieht und nicht auf die Beweggründe der Studis.

Doch eine Vermutung haben sie: Die Studis sind fleißig! Rund zwei Drittel von ihnen meistert neben dem Studium einen Nebenjob, um sich über Wasser zu halten. Zudem dürfte durch die gute wirtschaftliche Konjunktur auch vermehrt Geld von den Eltern fließen. Diese beiden Komponenten sind Haupttreiber dafür, dass Studienkredite immer weniger in Anspruch genommen werden müssen.

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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