uninativ cencus

Studis werten Künstliche Intelligenz ambivalent

published: 04.08.2018

Künstliche Intelligenz im Bewerbungsprozess? Eine neue Untersuchung zeigt, dass Studis teilweise sehr kritisch sind (Foto: Jirsak/Shutterstock.com) Künstliche Intelligenz im Bewerbungsprozess? Eine neue Untersuchung zeigt, dass Studis teilweise sehr kritisch sind (Foto: Jirsak/Shutterstock.com)

Bewerbungsgespräch mit einem Roboter? Was im ersten Moment wie ein Szenario aus einem Science-Fiction-Film klingt, ist gar nicht so abwegig. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bewerbungsprozess erfreut sich immer größerer Beliebtheit – doch Studis sind nicht so wirklich begeistert davon. Dies zeigt der aktuelle "univativ cencus" der Frankfurter Stellenbörse univativ, der die Meinung deutscher Studis zu Künstlicher Intelligenz genauer unter die Lupe genommen hat. Pointer hat die wichtigsten Ergebnisse für dich im Überblick.
 

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Transparenz, Effizienz, Skepsis

Der Einsatz künstlicher Intelligenzen im Bewerbungsverfahren soll Transparenz und Effizienz schaffen, indem intelligente Algorithmen den oder die passende/n Bewerber/in aussuchen, ohne von Name oder Aussehen geleitet zu werden. Doch die Mehrheit der Studis bleibt mit 56 Prozent trotzdem kritisch und kann es sich laut dem uninativ cencus, für den 800 Studis befragt wurden, nicht vorstellen, dass Bewerber/innen in Zukunft von Robotern und Algorithmen ausgesucht werden.

Mehr als die Hälfte der befragten Studis zweifelt daran, dass automatisches Matching, die Terminplanung von Vorstellungsgesprächen sowie das Ranking von Bewerbern auf Basis von Bewerbungsunterlagen und -informationen von künstlicher Intelligenz umgesetzt werden könne. Ein Großteil sieht künstliche Intelligenz in Bewerbungsverfahren demnach nicht nur kritisch – sondern betrachtet es vor allem als unrealistisch und zweifelt an der Umsetzung.
 

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Der Faktor Mensch geht verloren

Dem Faktor der Vorbeugung von Diskriminierung durch objektiv operierende KI stehen die Studis ambivalent gegenüber: So glaubt ein Drittel daran, dass der Bewerbungsprozess transparenter ablaufen kann und die Auswahl der Bewerber fairer wäre.

Zwei Drittel sehen diesen Punkt aber auch skeptisch: Sie befürchten, dass durch den Einsatz von KI im Bewerbungsverfahren die Persönlichkeit der Menschen in den Hintergrund gerate und es stattdessen nur noch um Noten und Fakten gehe. Der Faktor Mensch und seine Soft Skills würden in diesem Szenario keine Rolle mehr spielen. Ein Roboter könne, so die Meinung der skeptischen Studis, nicht herausfinden, ob ein Kandidat menschlich in ein Unternehmen bzw. Team passe.


 
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Bewerbungsgespräch mit einem Roboter?

In Zukunft Bewerbungsgespräche mit Robotern zu führen, können sich nur 12 Prozent der Befragten gar nicht vorstellen. Ein Drittel gab an, zwar Vorbehalte zu haben, es aber durchaus versuchen zu wollen. Doch wirklich aufgeschlossen sind nur 10 Prozent, die angaben, neugierig zu sein und gerne einem Roboter gegenüber zu sitzen. Ingesamt siegt der Mensch über die Maschine: Knapp die Hälfte der Studis würde einen menschlichen Recruiter immer gegenüber einem Roboter im Bewerbungsgespräch bevorzugen.

Verändertes Verhalten auf Social Media

So sehr der Einsatz von KI im Bewerbungsprozess noch nach Zukunftsszenario klingt – schon heute wird solcherart Technik von Unternehmen eingesetzt. Vor allem das "automatisierte Matching“ erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Dabei werden alle Informationen und Fakten, die über einen Bewerber im Internet, z.B. auf Social Media, gefunden werden, mithilfe von kognitiver Analysensoftware gesammelt und ausgewertet.

Dies ist den Studis bereits durchaus bewusst, und sie handeln entsprechend: Ein Drittel der Befragten gab an, ihre persönlichen Profile mittels Privatsphäre-Einstellungen zu schützen. 14 Prozent haben deshalb sogar ihre Aktivitäten auf Facebook & Co. verändert bzw. eingeschränkt. Ein Viertel der Studis gab an, "manchmal“ darüber nachzudenken, die Privatsphäreeinstellungen anzupassen bzw. das eigene Verhalten zu ändern. Eebenso viele denken "oft“ darüber nach.
 

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Erleichterung im Alltag dank KI

Fernab des Bewerbungsprozesses sehen viele Studis auch einige Vorteile und Mehrwerte des Einsatzes künstlicher Intelligenz. Sie gaben in der Umfrage an, nützlich Anwendungsmöglichkeiten von KI zu sehen: Rund 50 Prozent der Befragten sehen z.B. in den Bereichen der Stauvermeidung, Forschung, Kundenservice oder Logistik durchaus sinnvollen Einsatz von KI, der den Alltag erleichtern könne.

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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