"Refresh"

Studenten entwickeln neues Webbrowser-Konzept

published: 06.08.2018

Mit einem neuen Konzept wollen zwei Berliner Studenten den herkömmlichen Webbrowser verändern (Foto: Julius Sohn/Julius Gehrig) Mit einem neuen Konzept wollen zwei Berliner Studenten den herkömmlichen Webbrowser verändern (Foto: Julius Sohn/Julius Gehrig)

Webbrowser sind in unserer heutigen Welt schon so normal geworden, dass man sie oft gar nicht mehr als Apps wahrnimmt. Große Updates für Browser sucht man tatsächlich auch vergeblich. Im Grunde bleiben Browser lange auf einem gleichen Stand und passen sich nicht an das sich stetig verändernde Internet an. Zwei Berliner Studenten wollen mit einem neuen Webbrowser-Konzept dagegenwirken.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


Jeder Studierende kennt das Problem: Man recherchiert im Internet für eine Hausarbeit, und in den Pausen sucht man nach dem nächsten kostengünstigen Urlaubsziel. Um im Browser nicht zu viele Tabs zu haben, öffnet man beispielsweise zwei Browserfenster und schafft so eine Trennung zwischen Studium und Privatem. So richtig intuitiv ist das Ganze nicht und spätestens nach dem Schließen des Fensters verschwinden interessante Links in den überfüllten Website-Favoriten.

Auch Julius Sohn und Julius Gehrig kennen dieses Problem. Die beiden studieren Kommunikationsdesign an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Bei der Themensuche für eine Bachelorarbeit kamen sie schnell auf den Webbrowser. "Obwohl es Browser schon seit über zwanzig Jahren gibt, hat sich das grundlegende Interaktionskonzept kaum verändert", begründen die Studenten ihre Auswahl. Deswegen entwickelten sie ein neues Browser-Konzept namens "Refresh". Mit Refresh wollen die Berliner dem Webbrowser neue, zeitgemäße und nützliche Funktionen verleihen.

So soll der Browser aussehen


Die wohl spannendste Idee bei Refresh sind die sogenannten Spaces. Ein Space ist eine Sammlung von offenen Tabs und Websites, die sich um ein bestimmtes Thema drehen oder sich mit einem Abschnitt des eigenen Lebens beschäftigen. So kann man beispielsweise eine Space für die Uni anlegen und hier alle relevanten Seiten direkt abspeichern. Später muss man dann nur auf den Space "Uni" klicken und hat direkt alle relevanten Seiten geöffnet. Das funktioniert ganz einfach über ein seitliches Menü, in dem man schnell zwischen verschiedenen Spaces hin und her wechseln kann.

Spaces können außerdem archiviert werden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Menü aufzunehmen. Auch für das Arbeiten mit anderen Menschen sind Spaces super geeignet. Diese kann man beispielsweise per E-Mail oder WhatsApp teilen und so mit anderen Personen wichtige Infos und relevante Links noch leichter austauschen. Das kann unter anderem dann interessant sein, wenn man an einem gemeinsamen Projekt arbeitet oder zusammen in den Urlaub fahren will.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


Neben den Spaces sieht Refresh auch eine neu designte Form der Chronik beziehungsweise des Verlaufs eines Browsers vor. Die Chronik der in der Vergangenheit besuchten Internetseiten wird durch eine vereinfachte Darstellung übersichtlicher. Zudem erhält man in der Übersicht mehr Informationen zu den Seiten und kann so die gesuchte Website schneller wiederfinden. Eine andere Möglichkeit zum Finden von Internetseiten ist das Tag-System. Hier kann man durch Filter wie Datum, Zeit oder Ort eine Website wiederfinden, für die man zum Beispiel die URL vergessen hat.

Insgesamt bringt Refresh also einige spannende Ideen und ein gutes Design für einen modernen Webbrowser mit sich. Wer sich jetzt aber schon auf Refresh freut, muss an dieser Stelle leider enttäuscht werden. "Das Konzept war als Inspiration für andere Browser gedacht. Zur Zeit gibt es keine konkreten Pläne, ein wirkliches Produkt daraus zu machen", klären Sohn und Gehrig auf. Man kann sich nur wünschen, dass die Tipps der Studenten tatsächlich zu Apple, Mozilla oder Google durchdringen.

Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

Mehr

"Hamsterdam"
Green Office: für eine nachhaltige Uni
"Wolfenstein: Youngblood"

Gefällt's? Teile es.

Das könnte dich auch interessieren:

Services
Service

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung