An Australiens Unis

Sexuelle Beziehungen zu Dozenten verboten

published: 10.08.2018

Ein neuer Erlass untersagt sexuelle Beziehungen zwischen Profs und Studis an australischen Unis (Foto: Matej Kastelic/Shutterstock.com) Ein neuer Erlass untersagt sexuelle Beziehungen zwischen Profs und Studis an australischen Unis (Foto: Matej Kastelic/Shutterstock.com)

In Zeiten von #MeToo ist das Thema der sexuellen Belästigung allgegenwärtig. Auch im universitären Kontext kommt es leider immer wieder zu derartigen Vorfällen – Australien hat deswegen nun gehandelt. Um erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, wurde nun ein öffentlicher Erlass verabschiedet: Sexuelle Beziehungen zwischen Studierenden und akademischen Vorgesetzten sind demnach komplett verboten.
 

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Die Macht der akademischen Vorgesetzten

Der Erlass wurde von der Dachorganisation "Universities Australia“, unter der sich insgesamt 39 australische Universitäten zusammengeschlossen haben, am 1. August erlassen. Der Erlass untersagt nicht nur die sexuelle Beziehung zwischen Studierenden und Professoren/Professorinnen, sondern auch zwischen Doktoranden und akademischen Vorgesetzten.

Doch wieso braucht es den Erlass überhaupt? Sind die Menschen nicht alt genug, um zu entscheiden, was sie tun? Nicht unbedingt. Sexuelle sowie romantische Beziehungen im Uni-Kontext zwischen Studierenden und ihren Betreuern, so heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung, würden immer ein Machtgefälle in sich tragen. Ein Machtgefälle, das die Studierenden von den Vorgesetzten abhängig mache, da diese über die akademische Karriere des Nachwuchses entscheiden können und damit extrem großen Einfluss auf deren Zukunft haben. Dieses Machtgefälle muss gar nicht unbedingt immer allen bewusst sein, was einen Erlass wie den in Australien umso dringender macht.

Sexuelle Beziehungen beeinflussen das Urteilsvermögen

Notenvergabe, Arbeitsvertragverlängerung – dies seien nur zwei von vielen Faktoren, über die Professoren meist ganz alleine entscheiden können und die damit komplett von ihrem persönlichen Urteil abhängig sind. Eine sexuelle Beziehung würde dieses Urteil beeinflussen. Deshalb dürften, so die Begründung des Erlasses, diese sexuellen Verhältnisse erst gar nicht entstehen – zum Schutze der Studierenden, der Vorgesetzten und der Universität.
 

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Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Links

Der Dachverband "Universities Australia“ im Web
Zur Pressemitteilung von "Universities Australia"

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