Studie zu Binge Watching

Wie Serienhelden abhängig machen

published: 11.09.2018

Eine Studie verrät, warum wir auf Binge Watching stehen (Foto: Dean Drobot/shutterstock) Eine Studie verrät, warum wir auf Binge Watching stehen (Foto: Dean Drobot/shutterstock)

Wer kennt es nicht: Eigentlich wollte man nur eine einzige Folge seiner Lieblingsserie gucken - und plötzlich graut der Morgen und man hat alle vorhandenen Staffeln durchgesuchtet. Wieso verlieren wir beim Schauen der Lieblingsshow die Kontrolle? Die Antwort darauf fanden nun Wissenschaftler der Frankfurter University of Applied Sciences.
 

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Prof. Claus-Peter H. Ernst, Professor für Wirtschaftsinformatik und BWL an der Frankfurt University of Applied Sciences, und Maren Scheurer, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, führten eine Online-Befragung von 200 Menschen durch. Sie fanden heraus, dass die Identifikation mit Serienfiguren die Abhängigkeit von Fernsehserien verstärkt. Zudem beeinflusst ein geringes Selbstwertgefühl die Sucht nach Reality-TV-Sendungen.
 

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Die Serienhelden unserer Lieblingssendungen werden laut Untersuchung von uns als Freunde wahrgenommen, wodurch wir uns stärker akzeptiert und weniger alleine fühlen. Und genau dieses Gefühl der Zugehörigkeit führt demnach zum Binge Watching. Also wenn du das nächste mal eine ganze Nacht Serien guckst, dann schiebe es einfach darauf, dass die Charaktere so verdammt sympathisch sind. Wer außerdem ein niedrigeres Selbstwertgefühl hat, neigt ebenfalls eher dazu, eine Abhändigkeit von Reality-TV zu entwickeln. Denn Shows, in denen Menschen gezeigt werden, die nur wenig Erfolg haben oder nicht dem Schönheitsideal entsprechen, lassen den Zuschauer sich selbst besser fühlen, da er sich den Personen im Reality-TV überlegen fühlt. Und wer fühlt sich nicht gerne mal gut?
 

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Wenn du das nächste Mal einen Serienmarathon hinter dir hast, dann versuch doch einfach mal Menschen in der realen Welt zu finden, die genauso cool sind wie deine Serienhelden. Vielleicht fällt es dir dann schon bald viel einfacherer, wirklich nur eine Folge pro Nacht zu gucken.

[Céline Ketfi]

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