CHE-Studie

Jetzt öfter in der Regelstudienzeit

published: 04.09.2018

Immer mehr Studierende haben nach der Regelstudienzeit auch ihren Abschluss in der Tasche (Foto: Robert Kneschke/Shutterstock.com) Immer mehr Studierende haben nach der Regelstudienzeit auch ihren Abschluss in der Tasche (Foto: Robert Kneschke/Shutterstock.com)

Die Bologna-Reform hat dafür gesorgt, dass die Regelstudienzeit an deutschen Universitäten häufiger eingehalten wird. Das folgt aus einer Studie des Gemeinnützigen Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Durch die Bologna-Reform wurden diverse Studiengänge in Deutschland generalüberholt und neu strukturiert. Die Untersuchung "20 Jahre CHE Hochschulranking: Studiendauer im Zeitvergleich" hat die Studienzeiten vor und nach der Bologna-Reform miteinander verglichen. Die Daten stammen aus dem CHE Hochschulranking und umfassen die Zeiträume von 2003 bis 2005 sowie von 2015 bis 2017. Die Analyse verglich die Entwicklung der Studiendauer in elf Fächern an Universitäten und Fachhochschulen beziehungsweise Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) miteinander.
 

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Dabei wurde untersucht, wieviel Prozent der Studierenden in einem bestimmten Studiengang an einer Universität oder Fachhochschule ihr Studium innerhalb einer "angemessenen Studiendauer" abgeschlossen hatten. Als "angemessene Studiendauer" gilt die Regelstudienzeit des jeweiligen Studiengangs plus eine bestimmte Anzahl zusätzlicher Semester. Wieviele Semester oberhalb der Regelstudienzeit noch als "angemessen" definiert werden, ergibt sich aus Faktoren wie der Länge des Studiums oder der Möglichkeit von Auslandssemestern. Deswegen schwankt diese Zahl zwischen ein bis drei Semestern. Hatten mehr als 80 Prozent der Studierenden innerhalb dieser Zeit ihren Abschluss in der Tasche, wurde der jeweilige Studiengang in die sogenannte Spitzengruppe eingeteilt.

Besonders an Universitäten scheint sich die Bologna-Reform positiv auf die Studiendauer ausgewirkt zu haben. In zehn von den elf untersuchten Fächern ist die Spitzengruppe deutlich angestiegen. Immer mehr Studierende schaffen ihr Studium also in der Regelstudienzeit beziehungsweise fast in der vorgegebenen Zeit. Besonders im Fach Mathematik wurden im Zeitraum 2015 bis 2017 viel mehr Spitzenplätze erreicht als noch zwischen 2003 und 2005. Die Zahl stieg von 18 auf 75 Prozent. Auch in den Fächern Erziehungswissenschaft und Architektur ist ein deutlicher Zuwachs innerhalb der Spitzengruppe festzustellen.
 

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Während die Bologna-Reform also an Universitäten offensichtlich für eine stärkere Einhaltung der Regelstudienzeit sorgt, ist die Lage an Fachhochschulen nicht ganz so eindeutig. Gerade in den Spitzengruppen lässt sich in vielen Fächern sogar ein gegenläufiger und damit negativer Trend beobachten. Das liegt vor allem daran, dass das Studium an Fachhochschulen auch vor der Bologna-Reform stark strukturiert und organisiert war und sich deswegen nicht signifikant verändert hat. An Universitäten sorgte die Reform dagegen für eine deutlich bessere Studienorganisation, weswegen es immer weniger Langzeitstudenten gibt.
 

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Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

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Hier kannst du die Studie nachlesen
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