Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der Ukraine mit Studierenden diskutiert (Foto: Thomas Stolte/Public Address) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der Ukraine mit Studierenden diskutiert (Foto: Thomas Stolte/Public Address)
Kanzlerin in Kiew

Merkel erklärt sich Studierenden

Warum hat die Bundeskanzlerin ihren Rückzug vom Vorsitz der CDU angekündigt? Dies wollten am Donnerstag in Kiew Studenten von Angela Merkel wissen. Sie erleichtere mit diesem Schritt sie die Erneuerung der Partei und die Aufstellung für die nächsten Wahlen, antwortete die 64-Jährige, die nach Abschluss der Minsker Friedensvereinbarungen vor drei Jahren jetzt wieder die Ukraine besuchte.
 


13 Jahre Kanzlerschaft seien "keine kurze Zeit", so die Kanzlerin. An der Spitze der Partei habe sie 18 Jahre gestanden. Nun müssten auch andere Verantwortung übernehmen. Mit ihrem Verzicht gebe sie auch neuen Personen mit vielleicht etwas anderen Gedanken die Möglichkeit, die Partei auf die nächsten Wahlen vorzubereiten, sagte die CDU-Vorsitzende. Merkel hatte nach der Hessen-Wahl ihren Verzicht auf den Parteivorsitz angekündigt. Gleichzeitag gab sie bekannt, bis 2021 als Kanzlerin weiterarbeiten zu wollen.


Merkel sprach sich nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko für eine Verlängerung der Sanktionen gegen Russland aus. Die Vorgaben der Minsker Vereinbarungen würden nicht erfüllt. Die Bundeskanzlerin sicherte der Ukraine weiterhin deutsche Unterstützung zu. Neben einem Finanzkredit für die Infrastruktur werde die Bundesregierung der Ukraine weitere 85 Millionen Euro für die Berufsausbildung bereitstellen und ukrainischen Wissenschaftler unterstützen.

[PA]

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