Petition

Medizin-Studierende fordern "faires PJ"

published: 18.12.2018

Eine Petition fordert bessere Bedingungen für angehende Ärztinnen und Ärzte im Praktischen Jahr (Foto: S_L/Shutterstock.com) Eine Petition fordert bessere Bedingungen für angehende Ärztinnen und Ärzte im Praktischen Jahr (Foto: S_L/Shutterstock.com)

Weg von der Theorie, hin zum Umgang mit den Patienten: Im letzten Jahr des Medizinstudiums steht das PJ an – das Praktische Jahr. Diese Umstellung fällt vielen Medizin-Studis schwer. Dazu kommen die Arbeitsbedingungen, die viele Studierende verbesserungswürdig finden. Der Arbeitskreis "Faires PJ", ein Projekt der Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschlands (bmvd), hat deswegen am 6. Dezember 2018 die "Petition für ein faires PJ" gestartet. Die Initiatoren setzen sich für gerechte Bedingungen im Praktischen Jahr des Medizinstudiums ein, das sich ihrer Ansicht nach "in der Krise" befindet. Noch zwei Monate lang werden Unterschriften gesammelt.
 

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Wie der Arbeitskreis schreibt, ist die aktuelle Situation im PJ "kaum jemandem zuzumuten". Konkret heißt es: "Fehlende oder ungenügende Bezahlung bei 40 Stunden Arbeit pro Woche sind die Regel. 40% der Medizinstudierenden müssen im PJ auf ihr Erspartes zurückgreifen. Rund 28% sind neben der emotional und körperlich belastenden Vollzeittätigkeit am Krankenbett zudem noch auf Nebenjobs angewiesen." Konkret beanstandet das Projekt, dass PJ-Studierende mancherorts größtenteils für Routinetätigkeiten wie Blutabnahmen, Botengänge und Dokumentation eingesetzt werden, anstatt unterrichtet zu werden oder lernen zu dürfen. "Wir sind keine kostenlosen Stationshilfen!", schreiben die Studierenden.
 

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Daher fordern sie u.a. den BAföG-Höchstsatz als Aufwandsentschädigung, für alle über 25-Jährigen zusätzlich den Krankenkassenbeitrag, mindestens vier Stunden Lehrveranstaltungen und mindestens acht Stunden Selbststudium pro Woche sowie eigene Arbeitskleidung und eigene Aufbewahrungsmöglichkeit für Kleidung und persönliche Gegenstände. Die Petition richtet sich an das Bundesministerium für Gesundheit, den Medizinischen Fakultätentag, die Gesundheitsministerkonferenz, den Verband der Universitätsklinika Deutschlands und die Deutsche Krankenhausgesellschaft.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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