Nachhaltigkeit im Alltag

7 Tipps, wie du Plastik vermeidest

published: 05.01.2019

Pointer hat sieben Tipps, wie du im Alltag weniger Plastikmüll produzierst (Foto: Ariene Studio /Shutterstock.com) Pointer hat sieben Tipps, wie du im Alltag weniger Plastikmüll produzierst (Foto: Ariene Studio /Shutterstock.com)

Die EU hat beschlossen, Einweg-Plastik wie Trinkhalme und Wegwerfbesteck zu verbieten. Die Weltmeere quellen weiterhin über vor schädlichen Kunststoffen aus Verpackungen, Plastikflaschen und -tüten. Deutschland produziert laut Umweltbundesamt pro Jahr fast 20 Millionen Tonnen Verpackungsmüll. Damit liegen wir hierzulande bei einem Verpackungsverbrauch von 220,5 Kilo pro Kopf, was erheblich über dem EU-weiten Durchschnitt von 167,3 Kilo liegt. Was kann jede und jeder Einzelne tun, um umweltschädliche Verpackungen einzusparen? Wie lässt sich Plastikmüll vermeiden? Pointer hat fünf nachhaltige Tipps für den Alltag.

1. Beutel mitnehmen

Ohne den guten alten Stoffbeutel solltest du nicht mehr das Haus verlassen. Er ist einfach superpraktisch, wenn es darum geht, loses Obst und Gemüse im Supermarkt einzusammeln oder die Einkäufe am Ende nach Hause zu tragen. Auch für den Einkauf auf dem Wochenmarkt ist der Beutel eine gute Wahl. Hier tut aber auch – ganz oldschool – ein Korb gute Dienste. Der Markt ist für Plastikvermeider eh eine gute Adresse: Die Stände führen lose Waren wie Salate, Wurzeln, Obst, Kräuter und Gemüse, die im Supermarkt oder Discounter oft nur in Plastik eingeschweißt erhältlich sind. Vielleicht exisiert in deiner Stadt sogar ein "Unverpackt"-Laden, bei dem du auch Müslizutaten und Nüsse sowie Gummibärchen und Schokolade verpackungsfrei kaufen kannst. Hier schaut dich niemand schief an, wenn du deinen mitgebrachten Behälter zückst. Auch Bio-Supermärkte und Hofläden können die richtige Anlaufstelle für unverpackte Lebensmittel sein.

2. Selber kochen

Der Fertigsalat aus der durchsichtigen Kunststoffschüssel und die Wraps, die in Plastik verpackt sind, haben dir sowieso nie richtig geschmeckt – sei ehrlich. Die in Plastik verschweißte Pizza ist kulinarisch auch nicht der Hit. Also: Zuhause vorkochen ist ab jetzt angesagt. Unter dem Hashtag #mealprep findest du auf YouTube und Instagram reichlich kreative Vorschläge. Oder schaue mal in den Rezepte-Finder von Pointer: Hier kannst du aus Hunderten leckerer Rezepte wählen.




3. Leitungswasser trinken

Es kostet nichts und du musst keine Kisten mehr schleppen – jedenfalls nicht welche mit Wasser. Wer sich daran gewöhnt, seinen Durst mit Leitungswasser zu stillen, spart Geld und Stress. Leitungswasser hat in Deutschland eine gute Qualität, die permanent überprüft wird. Investieren musst du nur einmal – und zwar in einer wiederbefüllbaren Trinkflasche, die du dann in deinem Rucksack immer dabei hast. Auffüllen kannst du sie überall, wo du einen Wasserhahn oder Wasserspender findest.

4. Kaffee ohne Plastik

Aus Leitungswasser lässt sich auch super Tee oder Kaffee kochen. Apropos Kaffee: Die Kunststoff-Verpackungen, die bei Kapsel-Automaten anfallen, sind unnötig. Ein Papierfilter oder ein Espressokocher produzieren auch köstlichen Kaffee. Selbst Papier-Pads sorgen für weniger schädlichen Müll als die überhypten Kapseln.

5. Isoflasche für die Uni

Du bist ständig außer Haus, willst aber To-go-Becher für Heißgetränke vermeiden? Dann brühe deinen Kaffee oder Tee am besten schnell morgens nach dem Aufstehen auf. Fülle ihn dann in eine große Isolierkanne oder –flasche ab, die du dann mit zum Campus nimmst. Auch einen Mehrwegbecher solltest du in der Uni dabeihaben oder du trinkst einfach aus dem dafür vorgesehenen abschraubbaren Deckelbecher der Flasche.

6. Brötchen vom Bäcker

Klar, die Aufbackbrötchen aus der Plastikverpackung sind echt praktisch, wenn man das Frühstück am Samstag oder Sonntag gemütlich gestalten will. Besser für die Umwelt und - seien wir ehrlich - im Geschmack sind allerdings Brot oder Brötchen vom Bäcker. Zum Glück findet sich in Deutschland fast an jeder Ecke ein guter Bäcker. Falls das bei dir nicht so ist, hole dir am besten alle paar Tage ein größeres Vollkornbrot. Das hält sich lange genug frisch.

7. Auf die Inhaltsstoffe achten

Vermeide schadstoffbelastete Kunststoffe. Schau dir genau an, auf was die Produkte hergestellt sind. Nicht gut sind beispielsweise Polyvinylchlorid (PVC), Polycarbonat (PC) oder der Weichmacher Bisphenol A (BPA). Ein weiteres Problem ist Mikroplastik: Dies findet sich häufig in Kosmetikprodukten wie Peelings, Hautcreme, Duschgels, Deo, Shampoo, Sonnencreme, Rasierschaum und Make-up. Dort dienen sie als Schleif-, Binde- oder Füllmittel. Unter folgenden Begriffen kannst du Mikroplastik in Kosmetika identifizieren: Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA), Nylon oder Polyethylenterephtalat (PET).

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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