Die Nachrichtendienste und die Bundeswehr haben den Masterstudiengang "Intelligence and Security Studies" ins Leben gerufen (Foto: SFIO CRACHO/Shutterstock) Die Nachrichtendienste und die Bundeswehr haben den Masterstudiengang "Intelligence and Security Studies" ins Leben gerufen (Foto: SFIO CRACHO/Shutterstock)
Neuer Masterstudiengang

Geheimdienst studieren?

Die Nachrichtendienste und die Bundeswehr haben einen gemeinsamen Masterstudiengang gestartet, um IT-Experten auszubilden: "Intelligence and Security Studies" (MISS). Wie die Bundesregierung mitteilte, hat er bereits am 14. Januar an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und der Universität der Bundeswehr München angefangen.

Beim MISS handelt es sich demnach um einen zweijährigen Präsenzstudiengang. Je nach Studienschwerpunkt werde am Ende ein "Master of Arts" (M.A.) oder ein "Master of Science" (M.Sc.) als akademischer Abschlussgrad im Fachgebiet "Intelligence and Security Studies" verliehen. Das Angebot richtet sich vor allem an Mitarbeiter/-innen der Nachrichtendienste des Bundes und der Länder sowie an Soldaten/-innen des Militärischen Nachrichtenwesens der Bundeswehr.
 


"Der Studiengang steht für eine umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Arbeit der Nachrichtendienste und deren Zusammenarbeit insbesondere mit dem Militärischen Nachrichtenwesen der Bundeswehr", sagt der Beauftragte der Bundesregierung für die Nachrichtendienste des Bundes, Staatssekretär Johannes Geismann laut der Pressemitteilung. Ziel sei, die Professionalisierung der nachrichtendienstlichen und sicherheitsbezogenen Ausbildung weiter voranzutreiben und die Forschung durch die Einrichtung spezifischer Professuren zu fördern. Die Initiative gehe auf eine Zusammenarbeit zwischen dem Bundeskanzleramt sowie dem Bundesministerium der Verteidigung und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat zurück.

Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung verfügt demnach über umfangreiche Erfahrungen in der nachrichtendienstlichen Aus- und Fortbildung. Die Universität der Bundeswehr München ergänzt das Studienangebot in den Bereichen Big-Data-Analyse, Cyber-Sicherheit und Internationale Politik. Im Rahmen des Studiums sollen sich die Studierenden auch mit ethischen Fragestellungen beschäftigen.
 


Um die Forschung auf internationalem Niveau zu fördern, haben die Universität der Bundeswehr München in 2018 sowie das Bundeskanzleramt und das Bundesinnenministerium Anfang 2019 jeweils eine interdisziplinäre Forschungsplattform "Center for Intelligence and Security Studies" (CISS) mit Sitz in München und Berlin eingerichtet.

[PA]

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