ENVIVASBei einer WG-Gründung solltet ihr euch auf gemeinsame Regeln einigen (Foto: shutterstock.com/auremar)In manchen europäischen Ländern fallen Studiengebühren an (Foto: shutterstock.com/ABB Photo)Carl Friedrich Gauß - der Mann hinter der berühmten Kurve  (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/threedots/430694200/in/photolist-7AfW3Y-E4qo5-7zzxAK-7zzfNR-7AfW35-7AbQnH-7AtWdy-7zD5qn-7AroKg-7zCNXv-7zDixm-7AG9CN-7AdFct-7zD1NW-7AQqUn-7zyVWe-7zCwE9-7abTpv-7abU6D-7Au8Cu" target="_blank">Zehner</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/threedots/" target="_blank">reingestalter</a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank">CC BY-NC 2.0</a>)Mit Kind zu studieren, ist eine echte Herausforderung (Foto: shutterstock.com/Oksana Kuzmina)Werden Politiker wie Helmut Kohl durch das Fernsehen unterstützt? (Foto: Public Address)Tipps zum Nebenjob - so leidet das Studium nicht (Foto: shutterstock.com/wavebreakmedia)

TU Berlin erforscht kulturellen Wandel von Großstädten

Zentrum für Metropolenforschung gegründet

published: 15.03.2005

Erstmals in der Geschichte werden 2007 mehr Menschen in Städten leben als auf dem Land. Das geht aus einem UNO-Report zur Zukunft der Urbanisierung 2004 hervor. Derzeit leben rund drei Milliarden Menschen, das sind 48 Prozent der Weltbevölkerung, in Städten. So wird die Metropole zum Blickfenster in die Zukunft: Hier bündeln sich die drängendsten Herausforderungen von morgen.

Ob Sicherheit oder Integration, Mobilität, Infrastruktur oder kultureller Wandel - diese Probleme können nur gelöst werden, wenn Politik, Gesellschaft und Wissenschaft zusammenarbeiten. Doch dies geschieht noch viel zu selten. "Angesichts der immensen Herausforderungen und Potenziale unserer Metropolen müssen wir die allzu oft noch unverbundenen Ressourcen von Wissenschaftlern, Unternehmern und städtischen Entscheidern sinnvoll zusammen schließen. Von einer klaren Hinwendung zur Bedarfs- und Anwendungsorientierung der Wissenschaft können Universität und Praxis nur profitieren" sagt Heinz Reif, Direktor des Center for Metropolitan Studies (CMS) in Berlin.

Das neue Center für angewandte Metropolenforschung an der Technischen Universität Berlin bringt Wissenschaftler und Praktiker unterschiedlicher Disziplinen - Städteplaner wie Architekten, Ethnologen wie Medienwissenschaftler, Sicherheitsexperten wie Unternehmer - zusammen; gemeinsam erforschen sie die Alltagsprobleme der Metropolen und erarbeiten konkrete Lösungsvorschläge. Das Center for Metropolitan Studies ist die erste interdisziplinäre, international orientierte Forschungseinrichtung dieser Art.

Kern des Exzellenzzentrums ist das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte erste Transatlantische Graduiertenkolleg Berlin - New York, das seine Arbeit Ende 2004 aufgenommen hat. Das Kolleg ist eine bisher einmalige Kooperation zwischen TU Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin sowie der New Yorker Columbia University und der New York University. Es umfasst 14 Doktoranden und zwei Post-Doktoranden aus sieben verschiedenen Fachbereichen und fünf Nationen, zu denen jeweils im Herbst sechs New Yorker Nachwuchswissenschaftler hinzukommen. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen etwa die Lebensbedingungen junger muslimischer Frauen in Berlin, die Bedeutung von Kultur für das Stadtmarketing einer Metropole, die Nutzung stillgelegter Industriebauten oder auch die Regulierung von Sexarbeit in Städten.

Ergänzt wird diese junge, interdisziplinäre Forschergruppe durch Gastwissenschaftler von amerikanischen und europäischen Universitäten und durch Fachleute aus der Praxis, die das Kolleg durch Erfahrungsberichte, gemeinsame Workshops und Strategiepapiere an aktuelle stadtpolitische und städtebauliche Entwicklungen anbinden.

Das CMS fußt auf der dreißigjährigen, international anerkannten Stadtforschung am Institut für Geschichte und Stadtgeschichte der TU Berlin. Seine gegenwärtigen Schwerpunkte setzt es in den Bereichen Integration und Exklusion, Suburbanisierung und Stadtumbau, Wissensressourcen und Informationsnetzwerke, Sicherheit, Mobilität und kulturelle Innovationsprozesse. Der ausdrückliche Bezug auf historische Hintergründe und Rahmenbedingungen der städtischen Entwicklung geben den Forschungsarbeiten zugleich eine langfristige Perspektive. (idw)

[PA]

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