Klimaschutz

Londoner Uni verzichtet auf Rindfleisch

published: 28.08.2019

Die Londoner Goldsmiths University will von nun an auf Rindfleischprodukte verzichten (Foto: Foodio/Shutterstock.com) Die Londoner Goldsmiths University will von nun an auf Rindfleischprodukte verzichten (Foto: Foodio/Shutterstock.com)

In Zukunft gibt es an der Londoner Goldsmiths University keine saftigen Burger mehr, zumindest nicht mit Rindfleisch. Mit dem Start des neuen akademischen Jahres will die Uni auf Rindfleischprodukte verzichten - dem Klima zuliebe. Das hat die neugewählte Rektorin der Universität, Professor Frances Corner, beschlossen, langjähriges Mitglied der "Alliance for Sustainability Leadership in Education" (EAUC). Das Rindfleischverbot ist Teil des erklärten Vorhabens, die Universität bis 2025 klimaneutral zu gestalten. So will die Uni zahlreiche Maßnahmen ergreifen, um ihren CO2-Fußabdruck so schnell wie möglich zu reduzieren. Ein hochgestecktes Ziel, an dem sich Deutschland hinsichtlich des Kohleausstiegs ein Beispiel nehmen könnte.

Klimakrise kann nicht länger ignoriert werden

Angefangen mit Großbritanien Ende April dieses Jahres, haben seither immer mehr Länder und Städte den "Klimanotstand" ausgerufen. Corner will es nicht bei dieser Symbolpolitik belassen und fordert zum Handeln auf, anstatt leere Worte von sich zu geben. "Der wachsende globale Ruf nach Verantwortung, um den Klimawandel aufzuhalten, kann nicht länger ignoriert werden", sagte sie in einer Mitteilung der Uni. Obwohl sie die Goldsmiths erst seit kurzem leite, sei ihr direkt aufgefallen, wie sehr das Thema sowohl das Lehrpersonal als auch die Studierenden beschäftige. Diese Mentalität, die laut Corner deutlich spürbar ist, muss nun nach außen hin sichtbar werden - auch von staatlicher Seite.
 

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Rindfleisch ist der reinste "Klimakiller"

Den HESA-Rankings zufolge emittierte die Goldsmiths University im letzten Jahr rund 3,7 Millionen Kilogramm CO2. Fun Fact: Das sind etwa 2,3 Millionen Burger-Patties oder 300.000 Kilogramm Rindfleisch. Bereits ein Kilogramm des begehrten "Beefs" verursacht laut dem Klimarechner des "Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg" (Ifeu) ein Äquivalent von gut 12 Kilogramm CO2, was wiederum unglaublichen 87 gefahrenen Kilometern entspricht. Das Verbot ist somit definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.

Masterplan für eine grüne Uni

Um die CO2-Emissionen auf Null zu reduzieren, bedarf es allerdings weiterer Maßnahmen. So werde die Uni die Preise für Einwegbecher und Plastikflaschen um umgerechnet circa 11 Cent erhöhen, Solaranlagen installieren und die Grünanlagen der Uni weiter ausgebauen, heißt es auf der Webseite. Weiterhin werden übriggebliebene Lebensmittel sowie gebrauchte, aber gut erhaltene Kleidung an lokale Wohltätigkeitsorganisationen oder anderweitig gespendet, ebenso wie verlassene Fahrräder. Außerdem wolle die Uni fortan nicht mehr in Firmen investieren, die mehr als zehn Prozent ihrer Einnahmen durch die Gewinnung fossiler Rohstoffe bestreiten. Die Hochschulpolitik Corners zeigt so eine eindeutige Signalwirkung.
 

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Die Autorin: Lena Toschke

Die Autorin: Lena Toschke

Hobby-Autorin, Philosophie-Nerd, Sportfanatikerin, Zeichenfreak: Lena kann sich nur schwer für eine Sache entscheiden. In San Francisco geboren, in Köln, Bremen und Hamburg aufgewachsen, studiert sie nun in Münster Medizin. Sie liebt die Nordsee, ihre Familie, gute Gespräche, vegetarisches Essen und das Gefühl, durch Eigeninitiative etwas erreicht zu haben. Auf Pointer schreibt Lena über aktuelle Themen und Trends rund ums Studium.

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Links

Hier geht's zum Klimarechner des Ifeu
Zur Website von „Netzwerk n“
Hier geht's zu den "Scientists for Future"
Hier geht's zur Webseite von "Fridays for Future"
Zur Website der "Goldsmiths University of London"
Zur Webseite der EAUC

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