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Tipps für Nicht-Muttersprachler

Andere Länder - andere Seminararbeiten

published: 10.09.2008

Für wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden gelten von Land zu Land andere Regeln (Foto: shutterstock.com/Syda Productions) Für wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden gelten von Land zu Land andere Regeln (Foto: shutterstock.com/Syda Productions)

Wer als Nicht-Muttersprachler an einer deutschen Universität eine Hausarbeit verfassen will, steht gleich vor mehreren Herausforderungen. Nicht nur, dass ein fachlich anspruchsvolles Thema in einer Fremdsprache formuliert werden muss, es gilt auch, typisch deutsche Arbeitsweisen und das alltägliche Chaos eines Uni-Campus´ zu durchschauen. Die Techniker Krankenkasse hat sich für euch in der Hochschullandschaft umgehört und Tipps gesammelt.

Schritt 1: Durchschaut eure Uni
Serge Nadtotschi studiert im zweiten Semester des Masterprogramms "Entrepreneurship" am Department für Wirtschaft und Politik der Uni Hamburg. An seine erste Hausarbeit kann sich der Ukrainer noch gut erinnern: "Ich habe zwei Kurse belegt, um zu lernen, wie man hier wissenschaftliche Arbeiten schreibt. Einen Ansprechpartner gab es nicht."

Serge Nadtotschi musste sich erst einmal an die deutsche Arbeitsweise gewöhnen (Foto: Universität Hamburg)Serge Nadtotschi musste sich erst einmal an die deutsche Arbeitsweise gewöhnen (Foto: Universität Hamburg)

Leider gibt es keine bundesweit einheitlichen Anlaufstellen, die sich um Nicht-Muttersprachler mit so speziellen Problemen wie dem Erstellen einer Hausarbeit kümmern. Vielmehr herrschen an jeder Uni oder Fachhochschule unterschiedliche Strukturen, die nicht leicht auszumachen sind. Um den Durchblick zu bekommen, wendet euch am besten erst einmal an vorhandene Beratungsstellen wie den Deutschen Akademischen Austausch Dienst, das Studentenwerk, die zentrale Studienberatung, das International Office eurer Hochschule oder das AusländerReferat des Allgemeinen Studierendenausschusses. Scheut euch nicht, alle Anlaufstellen zu besuchen, auch wenn euch nicht jedes Büro weiterhelfen kann. Fragt den Menschen hinter den Schreibtischen ruhig Löcher in den Bauch.

Einige Universitäten, wie beispielsweise die Uni Hamburg, bieten so genannte Service-Points an. Dort betreuen wissenschaftliche Mitarbeiter, Dozenten oder Professoren Studierende eines Fachbereiches und besprechen mit ihnen auch Probleme, die sich bei Prüfungen oder Leistungsnachweisen ergeben. Andere Unis, etwa in Erfurt, stellen ihren Studierenden einen akademischen Mentor zur Seite. An der Uni Osnabrück startet demnächst ein Pilotprojekt, in dem jeweils ein einheimischer Studi einen ausländischen Kommilitonen betreut.

Wenn die erste Fassung steht, lest euch alles noch einmal kritisch durch (Foto: Public Address)Wenn die erste Fassung steht, lest euch alles noch einmal kritisch durch (Foto: Public Address)

Schritt 2: Holt euch persönlichen Rat
Wer nicht von vornherein einen Ansprechpartner "zugeordnet" bekommt, sollte Mut beweisen und auf seine Kommilitonen zugehen. Ob im Seminar, beim Hochschulsport, in der Mensa oder im Rahmen von Stammtischen und Infocafés, meist kennen sich die "alten Hasen" am besten mit den Strukturen ihrer Hochschule aus. Lasst euch solch wertvolle Informationsquellen nicht entgehen.

Aus eigener Erfahrung empfiehlt Serge, sich außerdem unbedingt an andere ausländische Studierende zu wenden. "Da klappt Hilfe am besten, denn sie fühlen sich verbunden und geben sich gegenseitig Tipps", meint er. Nicht zuletzt ist es durchaus üblich, direkten Kontakt zum Lehrpersonal oder zur Fachschaft aufzunehmen. Schreibt eurem Professor eine E-Mail, sprecht die Dozentin nach dem Seminar an oder ruft in ihrem Büro an, um auftretende Probleme schnell zu klären.

Schritt 3: Ergründet deutsche Eigenheiten
Eines der typischen Probleme ausländischer Studierender ist auch Serge bestens bekannt: das andere wissenschaftliche Arbeiten. "In der Ukraine schreiben wir auch große Hausarbeiten, aber dort haben wir ganz anders gearbeitet. Der Aufbau war anders als in Deutschland, nicht mit Einführung, theoretischem und praktischem Teil und Fazit." Bevor ihr euch also das erste Mal an eine Hausarbeit heranwagt, solltet ihr euch mit der Theorie des wissenschaftlichen Arbeitens in Deutschland auseinandersetzen. Spezielle Kurse vermitteln, welche Arbeitsschritte ihr vor und während einer Hausarbeit durchlaufen müsst, welche Quellen ihr nutzen solltet und auch, wie gängige Ausdrucksweisen lauten. Empfehlenswert ist es, sich in einem solchen Seminar ein "Vokabelheft" anzulegen, in dem ihr notwendige Redewendungen sammelt, die ihr in Seminararbeiten immer wieder benutzen werdet.

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