Mit dem Projekt "You(r) Study" untersuchen die Universität zu Köln und die Ruhr-Universität Bochum, welche digitalen Hilfsmittel Studenten verwenden (Foto: Damian Gorczany) Mit dem Projekt "You(r) Study" untersuchen die Universität zu Köln und die Ruhr-Universität Bochum, welche digitalen Hilfsmittel Studenten verwenden (Foto: Damian Gorczany)
Studie

Diese digitalen Hilfsmittel nutzen Studenten

Obwohl Studenten eine Fülle von digitalen Hilfsmitteln zur Verfügung steht, um das Lernen zu organisieren, nutzen sie in manchen Situationen doch lieber Zettel und Stift oder einen Ausdruck. Das ist eines der Ergebnisse des Projektes "You(r) Study", das die Universität zu Köln koordiniert und an dem die Ruhr-Universität Bochum beteiligt ist. Prof. Dr. Sandra Aßmann, Katharina Mojescik und Mario Engemann vom Bochumer Institut für Erziehungswissenschaft arbeiteten an dem Projekt. Sie untersuchten in Gruppendiskussionen, welche digitalen Angebote Studierende in welchen Situationen nutzen und welche Vor- und Nachteile das mit sich bringt.
 


Einen besonderen Stellenwert schrieben die Studis beispielsweise Messenger-Diensten wie Whatsapp zu. Zu Beginn des Studiums bieten sie eine Möglichkeit, sich mit den neuen Bekannten zu vernetzen. Sie sind zudem ein sicherer Raum, um unter ihnen Anfängerfragen stellen zu können und sich dadurch im neuen Umfeld sicherer zu fühlen. "Wir hören durchaus, dass Leute sagen: 'Ohne Whatsapp kann ich nicht studieren'", sagt Sandra Aßmann. Der Dienst wird aber auch kritisch gesehen. Nicht jeder habe Lust, ständig von den Kommilitonen kontrolliert zu werden, so die Forscherin. Am Wochenende oder abends permanent Nachrichten aus den Unigruppen zu empfangen, mache nicht allen Teilnehmern Spaß.
 


Neben Whatsapp nahmen auch soziale Medien einen großen Stellenwert in den Gruppendiskussionen ein, allerdings weniger für organisatorische Zwecke. Stattdessen abonnieren Studierende auf Facebook oder Instagram die Kanäle ihrer Universitäten, um auf dem Laufenden zu bleiben, was auf dem Campus so passiert.
 


Wenig präsent in den Gruppendiskussionen waren Youtube und Clouddienste, die das gemeinsame Bearbeiten von Dateien ermöglichen. Diskutiert wurden hingegen digitale Learning-Management-Systeme wie Moodle – ein Onlinetool, über das Lehrende zum Beispiel Seminar- oder Vorlesungsunterlagen zur Verfügung stellen können. Allerdings standen die Nachteile im Vordergrund. So kritisierten die Teilnehmer etwa, dass Dozenten sie mit dem Tool kontrollieren könnten, oder dass Moodle keine Benachrichtigungen verschickt, wenn neue Dateien online gestellt wurden. Trotz aller digitalen Angebote im Studium gibt es immer noch Situationen, in denen Studenten Stift und Zettel bevorzugen – zum Beispiel für Mitschriften von Vorlesungen, an deren Ende eine Prüfung steht.

[PA]

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