Studie

Ausländische Studenten verpassen häufig den Start ins Studium

published: 21.10.2019

Durch kurzfristige Zulassungsbescheide und langwierige Visaverfahren verpassen viele Studierende aus dem Ausland den Start ins erste Semester (Symbolbild: smolaw/Shutterstock.com) Durch kurzfristige Zulassungsbescheide und langwierige Visaverfahren verpassen viele Studierende aus dem Ausland den Start ins erste Semester (Symbolbild: smolaw/Shutterstock.com)

Immer mehr Studenten an deutschen Universitäten kommen aus dem Ausland. Der Semsterstart misslingt den internationalen Studierenden allerdings häufig - wegen formaler und bürokratischer Hürden. Das fand nun die Studie "Ausgebremst statt durchgestartet" des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft heraus. Das liege vor allem daran, dass späte Zulassungsbescheide und lange Wartezeiten für Visa bei 38 Prozent der Studierenden zu einer Anreise nach dem Semesterbeginn führt, so ein Ergebnis der Untersuchung. Dabei haben Studenten aus dem Ausland den Autoren der Studie zufolge eine große Bedeutung für die ökonomische und soziale Entwicklung Deutschlands, besonders in Hinblick auf den Bedarf an Fachkräften.
 

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— mycampusberlin September 16, 2019

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Im Wintersemester 2007/08 lag die Zahl der ausländischen Studierenden bei knapp 178.000. Zehn Jahre später waren bereits 282.000 Studenten aus dem Ausland an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Dabei ist der Anteil der EU-Ausländer, die zum Studieren nach Deutschland kommen, von 32 auf 26 Prozent zurückgegangen. Die meisten kommen aus China, Indien und Russland. Die meisten Nicht-EU-Bürger brauchen für ein Studium in Deutschland ein Visum. Auf Basis von Daten aus der Fintiba-Datenbank haben die Autoren der Studie erfasst, dass Bildungsausländer durchschnittlich 88 Tage vom Zulassungsbescheid bis zur Einreise benötigen. Danach gingen die Behördengänge und administrativen Pflichten allerdings weiter, was die Handlungsfähigkeit dieser Menschen deutlich einschränke. Diese Belastung sei nicht zu unterschätzen.
 

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#Einwohnermeldeamt Ääähhh ne...das tue ich mir heute nicht an! Die ?? scheint so schön draußen! ????

— niniontour January 5, 2015

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Eines der Hauptprobleme ist die Zustellung der Zulassungsbescheide. Diese erreichen 52 Prozent der Studierenden weniger als 90 Tage vor dem Studienstart. Die Anmeldefristen vieler Universitäten enden auch erst 90 bis 100 Tage vor dem Semesterbeginn. Für visumspflichtige Studierende aus dem außereuropäischen Ausland ergeben sich deswegen große Probleme, ihr Studium rechtzeitig anzutreten. Der Stifterverband macht in seiner Studie diese Probleme mitverantwortlich für die höheren Studienabbruchsquoten ausländischer Studenten. Die Abbruchqoten liegen für sie im Bachelor bei 45 Prozent, hingegen brechen nur 28 Prozent der einheimischen Studierenden das Bachelorstudium ab. Auch beim Master zeigt sich mit 29 zu 19 Prozent ein ähnliches Bild.
 

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— kaefer_und_ich August 13, 2018

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In ihrer Studie empfehlen die Autoren daher, dass Hochschulen die Zulassungs- und Ablehnungsbescheide so früh wie möglich, mindestens aber 90 Tage vor Studienbeginn, versenden. Kontingente für internationale Studierende abzustecken, um diese früher informieren zu können, oder gar separate Zulassungsverfahren wären Möglichkeiten dafür. Auch hinsichtlich der Visumsvergabe rät die Studie zur Prozessoptimierung. Da Wohnraum von existenzieller Bedeutung ist und ein Mietvertrag auch für beispielsweise eine Kontoeröffnung oder die Anmeldung beim Bürgeramt benötigt wird, werden Hochschulen, Städte und Studentenwerke zur Kooperation angehalten. Zudem sollten Angebote für Studierende in Deutschland auch in englischer Sprache vorgehalten und digital verfügbar gemacht werden.

[PA]

Links

Zur Studie "Ausgebremst statt durchgestartet" des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft

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