Strukturierte Mitschriften erleichtern dir die Klausurvorbereitung (Foto: Gorodenkoff/Shutterstock.com) Strukturierte Mitschriften erleichtern dir die Klausurvorbereitung (Foto: Gorodenkoff/Shutterstock.com)
Studienalltag

Schnell und strukturiert mitschreiben bei Vorlesungen

Es ist gar nicht so einfach, dem Professor oder der Professorin bei Vorlesungen zu folgen und das Gesagte für dich schriftlich festzuhalten. Damit du später während der Klausurvorbereitung nicht verzweifelst, brauchst du aber strukturierte und vollständige Mitschriften. Das stellt zu Beginn des Studiums eine Herausforderung dar. Pointer hat sechs Tipps für dich, mit denen du lernst, während der Vorlesungen richtig mitzuschreiben.

1. Am Laptop oder mit der Hand?

Am besten überlegst du dir gleich zu Beginn eines Semesters, in welcher Form du mitschreiben willst. Bist du am Laptop schneller oder liegen dir handschriftliche Zusammenfassungen mehr? Wichtig ist, dass deine Mitschriften einheitlich sind. Du findest während der Klausurvorbereitung sonst nichts mehr wieder, wenn du zwischen verschiedenen Möglichkeiten hin und her wechselst. Für beide Formen gilt: Ordnung schaffen. Leg auf dem Laptop einen Ordner für jede Vorlesung an und beschrifte die Dateien korrekt. Wenn du deine Mitschrift per Hand anfertigst, hefte die Blätter gut weg. Einzelne Seiten gehen schnell verloren. Unvollständige Dokumente erschweren die Klausurvorbereitung.
 


2. Am Ball bleiben

Am Anfang der Vorlesung fällt es dir noch leicht, dich zu konzentrieren, doch irgendwann lässt die Konzentration nach. Es ist wichtig, dass du am Ball bleibst. Wenn du erstmal den Faden verloren hast, ergeben auch deine Notizen keinen Sinn mehr. "Das merk ich mir schon", denkst du zwar in dieser Situation, aber nach der Veranstaltung hast du die Information meist schon wieder vergessen. Versuche, dich überwiegend auf den Prof zu fokussieren. Wenn du konzentriert zuhörst und mitschreibst, wirst du nicht so leicht abgelenkt. Solltest du bei einer Vorlesung mal gefehlt haben, ist das kein Weltuntergang. Die Folien des Dozenten helfen bei der Aufarbeitung und deine Kommilitonen lassen dich bestimmt einen Blick in ihre Mitschriften werfen, wenn du nett fragst.
 


3. Mitschrift strukturieren

Deine Mitschrift hilft nur dann bei der Klausurvorbereitung, wenn sie sinnvoll strukturiert ist. Vergiss nicht, deine Notizen mit dem Datum der jeweiligen Veranstaltung und dem aktuellen Thema zu versehen. Zwischenüberschriften machen die Mitschrift noch übersichtlicher. Beschränke dich auf Stichpunkte und zentrale Begriffe, die für das Verständnis des Themas notwendig sind. Wenn du dir unsicher bist, ob du alles richtig verstanden hast, lass am Rand ein wenig Platz für Fragen und Anmerkungen. Eine kurze Zusammenfassung nach jedem abgeschlossenen Thema hilft dir später, einen Überblick über die Klausurthemen zu bekommen.
 


4. Nicht die PowerPoint abschreiben

Am Anfang neigen viele Studenten dazu, während der Vorlesung die gesamte PowerPoint-Präsentation mitzuschreiben. Es ist allerdings ziemlich schwer, sich dabei geleichzeitig ausreichend auf die Ausführungen des Profs zu konzentrieren. Diese sind jedoch der wichtige Teil einer Vorlesung, da die Folien meist sowieso hochgeladen werden. Beschränke dich deswegen auf die wichtigsten Inhalte der PowerPoint und achte lieber auf die Hinweise der Lehrenden. Einige Dozenten laden ihre Präsentationen sogar schon vor der Veranstaltung hoch. In diesem Fall kannst du dir die Folien herunterladen und mithilfe verschiedener Programme deine Notizen direkt in die Präsentation hineinschreiben. Wenn du deine Notizen lieber mit der Hand schreibst, druck die Folien aus. So schreibst du garantiert nichts doppelt auf. Hektische Mitschriften der PowerPoint-Präsentation? Sind Geschichte.
 


5. Symbole, farbige Markierungen und Schaubilder

Bring Farbe in deine Mitschriften! Natürlich sollen die Notizen übersichtlich bleiben, aber eindeutige Symbole und farbige Markierungen helfen beim Lernen. Damit hebst du die wichtigsten Infos hervor und machst es dir einfach, diese später wiederzufinden. Verwende diese Hilfsmittel sparsam, sonst verliert die Mitschrift ihre Struktur und du verlierst den Überblick. Auch simple Schaubildern tragen zum Verständnis bei. Statt langer Erklärungen reicht oft schon ein präzise gezeichnetes Schaubild, damit man ein Thema versteht.
 


6. Mitschriften aufarbeiten

Mit dem Mitschreiben ist es meistens nicht getan. Damit du dich schon während des Semesters auf die Klausurenphase vorbereitest, überarbeite deine Notizen nach jeder Vorlesung. Dadurch gehst du sicher, dass du nicht kurz vor der Prüfung von unvollständigen Mitschriften überrascht wirst. Überprüfe immer, ob das Datum, der Veranstaltungstitel und die Themen korrekt sind. Auch Rechtschreib- und Grammatikfehler, die sich in der Eile schnell einschleichen, fallen beim Überarbeiten auf. Für vollständige Notizen solltest du zudem alle offenen Fragen klären. Bei der Vorlesung hast du ein Thema noch nicht verstanden? Dann recherchiere im Internet oder in der Fachliteratur und ergänze deine Notizen. Nur wenn deine Mitschriften auf dem neuesten Stand sind, erleichtern sie dir die Klausurvorbereitung.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.