Ein Student der University of South Wales hat die Hochschule wegen seiner Abschlussnote auf Schadenersatz verklagt (Foto: Ceri Breeze / Shutterstock.com) Ein Student der University of South Wales hat die Hochschule wegen seiner Abschlussnote auf Schadenersatz verklagt (Foto: Ceri Breeze / Shutterstock.com)
Wales

Schlechte Abschlussnote: Student verklagt Uni auf Schadenersatz

Ein Absolvent der University of South Wales hat beim Versuch, seine Uni zu verklagen, tausende Pfund ausgegeben. Das walisische Medium "Wales Online" berichtete über den kuriosen Fall. Demnach war Umer Riaz mit seiner Abschlussnote nicht einverstanden. Zunächst hatte er versucht, über die Wege der Hochschulbürokratie gegen seine Note vorzugehen. Nachdem die Uni sein Ansinnen abwies, zog er mit dem Fall vor Gericht, um die Hochschule auf 200.000 Pfund (ca. 231.000 Euro) Schadenersatz zu verklagen. Das Bezirksgericht in Cardiff wies die Klage des jungen Mannes ab, der sich vor Gericht selbst vertrat. Seitens der Universität hieß es, sein Ansinnen habe keine Aussicht auf Erfolg. Intern habe man alle Prozesse fair und korrekt befolgt. Die Klage des Studenten wegen "Unvernunft" falle nicht unter die Rechtsprechung des Gerichts. Das Gericht folgten der Sicht der Hochschule.
 


Riaz war aus Pakistan für das Studium nach Cardiff gekommene, 2011 begann er ein Bachelorstudium der Chemie. In seinem ersten Jahr erreichte er nicht die benötigten Credits und musste die Kurse wiederholen. 2014 verschob er seine Kurse aus gesundheitlichen Gründen auf das kommende Jahr. Beides führte dazu, dass er nicht die nötigen Credits sammelte, um mit Ehren abzuschließen.

Der Student fühlt sich um seinen Studienerfolg betrogen. Er hat jedes Jahr 10.000 Pfund (ca. 11.600 Euro) an Studiengebühren gezahlt und meint, er habe die ausstehenden Module nicht belegen dürfen. Dass ihm dies verwehrt worden sei, empfinde er als unangemessen. Mit seinem schlechten Abschluss gestalte sich die Jobsuche schwierig, dabei habe er große Pläne gehabt. Der 33-Jährige wollte im Feld der organischen Chemie promovieren. Nun finde er keine Anstellung in seinem Fachbereich.
 


Von seinem Misserfolg vor Gericht lässt sich Riaz nicht unterkriegen. Er plant seine Klage im Zweifel bis vor die Vereinten Nationen zu tragen. Zunächst stehe jetzt die nächsthöhere Instanz an, der High Court of Justice. Der Student sagte gegenüber "Wales Online": "Ich möchte in ein paar Jahren nichts bereuen."

[PA]

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