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Der StudierendenRat der Hochschule für Bildende Künste Dresden gehört zu den Unterzeichnenden der Petition für ein "Kann-Semester" (Foto: RossHelen/Shutterstock.com) Der StudierendenRat der Hochschule für Bildende Künste Dresden gehört zu den Unterzeichnenden der Petition für ein "Kann-Semester" (Foto: RossHelen/Shutterstock.com)
Petition

Corona-Krise: Studenten fordern "Kann-Semester"

Von der Verschiebung des Semesterstarts bis zum Wegfall von Nebenjobs: Die Corona-Krise hat viele Studentinnen und Studenten hart getroffen. Studierendenvertretungen wollen daher jetzt, dass das Sommersemester 2020 als "Kann-Semester" gewertet wird. In einer Petition fordern sie die Aussetzung der Regelstudienzeit, eine freiwillige Nutzung von Lehrangeboten, die Verschiebung aller Abgabefristen sowie das Recht auf Wiederholung von Prüfungen. "Wir rufen alle Entscheidungsinstanzen dazu auf, den 2,9 Millionen Studierenden in Deutschland ein Semester ohne Nachteile zu ermöglichen", heißt es in der Petition.
 


Die Digitalisierung der Lehre sei ein wichtiger und zukunftsweisender Aspekt der Hochschulbildung, so die Studenten. Jedoch erzeuge die äußerst schnelle Implementierung Probleme für Studierende. Es ergäben sich soziale Nachteile aufgrund von Belastung, Stress und Unsicherheiten, wirtschaftliche Nachteile wegen Verlängerung der Studienzeit, fachliche Nachteile wegen mangelnden Zugangs zu wissenschaftlicher Information sowie Bildungsnachteile wegen ungleicher Rahmenbedingungen. Die im Art. 3 des Grundgesetzes eingeforderte Chancengleichheit sehen die Studentenvertreter als nicht mehr gegeben an. Einige Studierenden würden weit größere Bildungsnachteile spüren als andere. Das sei nicht hinnehmbar. Für Lehrende und Studierende entstünden signifikante Unsicherheiten und Planungsrisiken. Daher solle das Sommersemester 2020 nicht als reguläres Semester gezählt werden.
 

[PA]

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