Leere Unis

Kurzarbeit für viele Mensa-Angestellte

published: 24.04.2020

In vielen Uni-Mensen geht auf absehbare Zeit kein Essen mehr über den Tresen. Die Mitarbeiter sind vielerorts in Kurzarbeit (Symbolfoto: Africa Studio/Shutterstock.com) In vielen Uni-Mensen geht auf absehbare Zeit kein Essen mehr über den Tresen. Die Mitarbeiter sind vielerorts in Kurzarbeit (Symbolfoto: Africa Studio/Shutterstock.com)

Die Hochschulen in Deutschland bleiben vorerst geschlossen, die Lehre findet digital statt. Auch die Mensen bleiben geschlossen. Selbst ohne die bestehenden behördlichen Anordnungen würde es ihnen schlichtweg an Kundschaft fehlen. Die Mitarbeiter der Mensen wurden an vielen Standorten in Kurzarbeit geschickt. Obwohl die Studentenwerke öffentlich finanziert sind, generieren sie über die Mensen einen wichtigen Teil ihres Umsatzes.
 

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Öd, wüst und leer - so kommen uns unsere Mensen gerade vor. Wir vermissen Euch! ???? Doch leider können wir zum Start des Sommersemesters gemäß der Vorgaben der Regierung noch nicht wieder öffnen. Wir hoffen, Euch bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Bis dahin lasst uns weiterhin gemeinsam stark sein! ????????✊????❤️???????? #studentenwerkgiessen #stwgi #stayhome #wirbleibenzuhause #flattenthecurve #leckermensa #jlugiessen #thmittelhessen #hsfulda

— stwgiessen April 16, 2020

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Wie die "Gießener Zeitung" berichtet, befinden sich beinahe alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gießener Studentenwerks in den Bereichen Hochschulgastronomie und Kindertagesstätten in Kurzarbeit. Die Schließung dieser Bereiche erfolgte auf behördliche Anordnung. Welche Cafeteria und Mensa wann wieder öffnen könne, ist derzeit nicht klar. Selbst wenn ein Betrieb von Mensen unter Auflagen erlaubt würde, dürfte sich ein Betrieb kaum lohnen, so lange an den Universitäten keine Präsenzlehre stattfindet.

In Wuppertal sind 125 Angestellte des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal (HSW) in Kurzarbeit Null. Fritz Berger, HSW Geschäftsführer erklärte gegenüber der Campuszeitung "Blickfeld", derzeit werde gar nicht gearbeitet. Am Anfang wurden noch die Lager sortiert und ablaufende Lebensmittel vergünstigt verkauft und verschenkt. Nun gibt es nichts weiter zu tun. Wann wieder geöffnet werden kann, ist Berger zufolge ungewiss.
 

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Auch das Berliner Studentenwerk hat für die Beschäftigten der Mensen Kurzarbeit angemeldet. Dass die Studentenwerke das überhaupt können, haben Verhandlungen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ergeben. Zuvor bestand kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld im öffentlichen Dienst. Die Mitarbeitenden in den Mensen dürften darüber zwar erfreut sein, sich aber trotzdem eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität wünschen. Uwe Meyeringh von ver.di NRW erklärt: "Denn die Küchenhilfen, Systemgastronomen, Köchinnen und Köche arbeiten häufig in Teilzeit und sind damit leider überwiegend Geringverdiener. Auch ihnen droht bei Kurzarbeit ohne Aufstockung der direkte Weg in den Sozialleistungsbezug."

In Ostniedersachsen gibt es noch Beschäftigung im Mensenbereich. Einerseits setzt das Studentenwerk seine Kooperation mit "Essen auf Rädern" fort. In der Mensa 2 des Studentenwerks Ostniedersachsen werden auch in der Corona-Krise täglich rund hundert Mittagessen produziert. Die Kapazitäten wären aber da, eine weitaus größere Menge zu produzieren und somit mehr Menschen zu versorgen, die derzeit zu Hause bleiben sollen oder wollen, so Sönke Nimz, Geschäftsführer des Studentenwerks. In Hildesheim, Wolfenbüttel und Braunschweig bietet das Studentenwerk derweil Foodtrucks an, um zu festen Zeiten an bestimmten Orten für Studierende vergünstigte Speisen zum Mitnehmen anzubieten. In Clausthal-Zellerfeld bietet die Cafeteria ein To-go-Angebot.
 

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Wir sind für euch da, auf dem Universitätsplatz und unterwegs in #braunschweig und #wolfenbüttel! Auf dem Speiseplan stehen bei beiden Foodtrucks heute Mittag: Waldpilzcremesuppe mit Croutons (vegetarisch) ???? und Rinderbouillon mit Maultaschen????. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!???? #stwon #andeinerseite #mensa #foodtruck #update #ontheroad

— studentenwerk.on April 22, 2020

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Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-)Themen.

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