Corona-Krise

Bundesweite Hilfe für Studenten in Not gefordert

published: 27.04.2020

Die Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes fordern eine Entscheidung des Bundes, Studenten in Not zu helfen (Foto: eranicle/Shutterstock.com) Die Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes fordern eine Entscheidung des Bundes, Studenten in Not zu helfen (Foto: eranicle/Shutterstock.com)

Die Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) fordern eine rasche Entscheidung der Bundesregierung dahingehend, Studierenden, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geratener sind, zu helfen. Dies solle deutsche und internationale Studenten umfassen. HRK-Präsident Prof. Peter-André Alt sagte laut der Pressemitteilung: "Ich appelliere an die Verantwortlichen im Bund, die Betroffenen nicht allein zu lassen. Es geht hier um Studierende, die hart arbeiten, um sich im Studium finanzieren zu können, und nun unverschuldet in prekärer Lage sind." Man wisse, dass viele zwingend auf Einkommen aus ihren Jobs angewiesen seien. Wo die Eltern Einkommenseinbußen durch Maßnahmen zum Schutz vor dem Virus erlitten hätten, breche deren finanzielle Unterstützung weg. "Die schon erreichten und geplanten Erleichterungen für BAföG-Empfänger sind sehr zu würdigen", so Alt weiter. "Wir müssen uns aber auch um die vielen anderen sorgen, die ohne Job und Unterstützung der Eltern nun ihren Unterhalt nicht bestreiten können. Es gilt zu verhindern, dass sie in existentielle Nöte geraten und im schlimmsten Fall ihr Studium aufgeben müssen."
 

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Er schlägt vor, die "nicht verausgabten BAföG-Mittel" schnell und unbürokratisch einzusetzen, um diese "unerträgliche Perspektive" abzuwenden. Dazu könnten seiner Meinung nach das Deutsche Studentenwerks und die örtlichen Studierendenwerke einbezogen werden. "Ein echter Zuschuss wäre hier mit Blick auch auf das Vorgehen in anderen gesellschaftlichen Bereichen sehr wichtig. Die meisten Länder haben dankenswerterweise bereits Hilfen gestartet oder solche angekündigt. Diese reichen aber nicht, eine Bundeslösung ist unverzichtbar."
 

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DAAD-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee findet es grundsätzlich gut und richtig, dass um eine politische Lösung auf allen Seiten gerungen wird. Die aktuelle Situation verlange aber nach einer zeitnahen Lösung. "Gerade den internationalen Studierenden im Land gehen die finanziellen Mittel aus. Sie brauchen schnell und unbürokratisch Unterstützung, um Studienabbrüche zu verhindern und existenzielle Notsituationen abzuwenden", so Mukherjee laut derselben Pressemitteilung. Eine reine Darlehenslösung sei gerade für diese Zielgruppe problematisch. Es bedürfe einer unbürokratischen Zuschusslösung, idealerweise professionell über die Studierendenwerke administriert.


[PA]

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