Corona-Krise

Regierung beschließt 100 Millionen Euro zusätzlich für Studenten in Not

published: 30.04.2020

Das Bundesbildungsministerium hat neue Überbrückungshilfen für Studierende beschlossen (Foto: Ewa Studio/Shutterstock.com) Das Bundesbildungsministerium hat neue Überbrückungshilfen für Studierende beschlossen (Foto: Ewa Studio/Shutterstock.com)

Klassische Studentenjobs als Kellner im Café oder als Aushilfe auf Messen sind mit der Corona-Pandemie weggefallen. Damit haben viele Studierende in der Corona-Krise ihre Geldquelle verloren. Mit einem Nothilfefonds von 100 Millionen Euro für Härtefälle und einem zinslosen Studienkredit in Höhe von 650 Euro pro Monat will das Bundesbildungsministerium jetzt Studierenden in der Corona-Krise zusätzlich unter die Arme greifen.




Bis März 2021 soll es jeder Studentin und jedem Studenten möglich sein, ein zinsfreies Darlehen von maximal 650 Euro pro Monat zu erhalten. Der Überbrückungskredit soll auch für ausländische Studierende gelten und in die Zuständigkeit der KfW-Bank fallen. Ab dem 8. Mai können Anträge für die Unterstützung gestellt werden - unbürokratisch über ein Online-Formular, so das Ministerium. Erste Gelder sollen dann am 1. Juni auf den Konten der Studenten ankommen. Erst nach sechs bis 23 Monaten müsse mit den Rückzahlungen begonnen werden. Laut Bundesbildungsministerin Anja Karliczek kann damit insgesamt ein Darlehensvolumen von bis zu einer Milliarde Euro aktiviert werden.

Ein zweites Standbein der Überbrückungshilfe für Studenten sollen rund 100 Millionen Euro bilden, die der Bund zusätzlich in die Notfonds der Studierendenwerke einzahlen will. Bei diesen können bedürftige Studenten dann Hilfe beantragen. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßten die neuen Maßnahmen in in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Donnerstag, 30. April. Mit den neuen Beschlüssen ist der Vorschlag, das BAföG auf Studierende auszuweiten, die bisher nicht berechtigt waren, wohl vom Tisch. Diese Forderung war in der SPD und aus der Kultusministerkonferenz laut geworden.



Karliczek sagte dazu am Donnerstag, 30. April:: "In den zurückliegenden Tagen habe ich Schreiben von Studierenden erhalten, die mir in dieser Ausnahmesituation ihre Not geschildert haben. Mir ist wichtig, dass diese betroffenen Studierenden nun rasch eine Überbrückungshilfe erhalten können." Man dürfe nicht zulassen, dass die Corona-Pandemie Studierende in den Abbruch oder die Aufgabe ihres Studiums treibe. "Wir haben in der Bundesregierung und der Koalition in den letzten Tagen intensiv über Lösungsansätze diskutiert", so die CDU-Politikerin weiter. Sie freue sich, ein "ausgewogenes Konzept" vorstellen zu können. Es berücksichtige, dass weitere Hilfen in dieser Ausnahmesituation notwendig sind. Gleichzeitig würden die finanziellen Belastungen für künftige Generationen berücksichtigt.


[PA]

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