Da viele internationale Studierende im Zuge der Corona-Krise nicht nach Deutschland kamen, stehen nun überdurchschnittlich viele Zimmer in Studentenwohnheimen leer (Symbolbild: Black_Kira/Shutterstock.com) Da viele internationale Studierende im Zuge der Corona-Krise nicht nach Deutschland kamen, stehen nun überdurchschnittlich viele Zimmer in Studentenwohnheimen leer (Symbolbild: Black_Kira/Shutterstock.com)
Wegen Corona

Ungewöhnlich viele freie Plätze in Studenten­wohnheimen

Die Deutschen Studierendenwerke haben in diesem Semester Schwierigkeiten, ihre Wohnheimplätze zu vergeben. Grund dafür sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Am 29. Mai meldete die Deutsche Presseagentur, dass das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz freie Zimmer habe und erstmals auch an Nicht-Studierende vermiete, um wirtschaftliche Schäden abzufedern. Auch andere Studentenwerke kämpfen damit, dass vor allem internationale Studierende entweder frühzeitig abgereist oder gar nicht erst eingereist sind. Verschiedene Medien berichten über freie Wohnheimplätze in Mainz, Augsburg und Karlsruhe.
 


Pointer hat bei den Studierendenwerken in Hamburg und Ostniedersachsen nachgefragt. Auch dort sind außergewöhnlich viele Kapazitäten frei. Das Studierendenwerk Hamburg gibt an, dass es Corona-bedingt zu Kündigungen und Stornierungen gekommen sei. Man habe sich bemühen müssen, diese Zimmer kurzfristig an Studierende und Auszubildende zu vermieten. Derzeit habe man noch freie Plätze in den 26 Wohnanlagen für Studis und Azubis. Das Studentenwerk Ostniedersachsen meldet einen Leerstand von 400 der insgesamt rund 4.700 Zimmer. Auch hier fehlen die internationalen Studierenden, die wegen der Reisebeschränkungen ihr Studium nicht antreten konnten. Im letzten Jahr seien es zu diese Zeit nur 170 freie Zimmer gewesen.
 


Der Ausblick ist indes nicht besser. Es steht zu erwarten, dass auch das Wintersemester digital stattfindet und zum Teil keine internationalen Studierenden aufgenommen werden. Hinzu kommt an niedersächsischen Schulen die Umstellung auf G9 und somit ein fehlender Abiturjahrgang. Christiane Thoroe, Pressesprecherin des Studentenwerk OstNiedersachsen, erklärt gegenüber Pointer: "Wir machen uns in diesem Bereich tatsächlich Sorgen."
 


Denn der Leerstand hat wirtschaftliche Folgen. Für die zusätzlichen 230 Zimmer, die im Vergleich zum Vorjahr derzeit nicht vermietet sind, gibt Thoroe Mindereinnahmen von 75.000 Euro pro Monat an. Hochgerechnet auf das Sommersemester, sind das fast eine halbe Million Euro. Derzeit prüft das Studentenwerk Ostniedersachsen verschiedene Ideen, wie Corona-bedingte Leerstände künftig vermieden werden können. In den kommenden Wochen sollen Studierende zudem auf die freien Zimmer aufmerksam gemacht werden.

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Der Autor: Hauke Koop
Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.