Viele Laborpraktika haben sich durch die Corona-Pandemie verschoben. Nun ist die Anmeldungs zum Staatsexamen in Gefahr (Symbolbild: Have a nice day Photo/Shutterstock.com) Viele Laborpraktika haben sich durch die Corona-Pandemie verschoben. Nun ist die Anmeldungs zum Staatsexamen in Gefahr (Symbolbild: Have a nice day Photo/Shutterstock.com)
Studenten warnen

Engpässe bei Staatsexamen für Pharmazie­studenten?

Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) befürchtet, dass in Folge der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bis zu 2.000 Studierende nicht zum Ersten und Zweiten Staatsexamen zugelassen werden können. Das Online-Semester funktioniert je nach Studiengang unterschiedlich gut. Die Laborpraktika, die Pharmaziestudierende durchführen müssen, lassen sich nicht in den virtuellen Raum verlagern. Wegen der Infektionsschutzregeln verschieben sich die Laborpraktika und die anschließenden Prüfungen so, dass die Anmeldungs- und Nachreichfristen für die Staatsexamina nicht ausreichten, gibt der BPhD zu bedenken. Er wendet sich in einem offenen Brief an die Landesprüfungsämter.
 


In dem Schreiben heißt es, die Anfragen des Bundesverbandes an die Landesprüfungsämter blieben bisher großteilig unbeantwortet. Laut Studierendenverband steht zu befürchten, dass etwa 1000 Pharmaziestudentinnen und -studenten ihr Studium nicht beenden können, da sie sich terminlich nicht zu den angedachten Prüfungen werden anmelden können. Auch für das Erste Staatsexamen seien terminliche Schwierigkeiten bei etwa der gleichen Zahl Studierender zu erwarten.
 


Die unterzeichnenden Fachschaften und ihr Bundesverband fordern Lösungen für die terminlichen Gestaltung. Die Verschiebung der Anmeldefrist müsse der Verlegung der zur Anmeldung notwendigerweise zu erbringenden Prüfungsleistungen Rechnung tragen. Das sei nicht nur im Sinne der Studenten, sondern auch der Allgemeinheit: "Desweiteren würde das aktuell ohnehin schon strapazierte Gesundheitssystem durch den Nachwuchsmangel im Apothekerberuf kurz- und mittelfristig Schaden nehmen, da viele Apotheken auch im Alltag auf die Unterstützung von Pharmazeut*innen im Praktikum (PhiPs) zur Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln bauen", heißt es im offenen Brief.

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Der Autor: Hauke Koop
Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.