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Verfasste Studierendenschaft

Geballte Studi-Kraft

published: 01.11.2004

Alle Studierenden, die an einer Universität eingeschrieben sind, bilden zusammen die verfasste Studierendenschaft (Foto: shutterstock.com/Monkey Business Images) Alle Studierenden, die an einer Universität eingeschrieben sind, bilden zusammen die verfasste Studierendenschaft (Foto: shutterstock.com/Monkey Business Images)

Alle Studierenden, die an einer Universität eingeschrieben sind, bilden zusammen die verfasste Studierendenschaft. Bei dieser hohen Zahl von oft Zigtausend Menschen liegt auf der Hand, dass es Strukturen geben muss, welche die Angelegenheiten der Studierendenschaft ordnen. Neben den Hochschulgremien, in denen auch Studierende mitarbeiten, gibt es die studentische Selbstverwaltung. Wie der Name schon sagt, verwalten hier Studierende ihre Angelegenheiten selbst. Die beiden wichtigsten Organe der studentischen Selbstverwaltung sind das Studierendenparlament (StuPa oder SP) und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA).


Die verfasste Studierendenschaft ist eine eigene Körperschaft des öffentlichen Rechts und somit rechtlich von der Universität unabhängig. Verfasste Studierendenschaften gibt es in den meisten Bundesländern. Eine Ausnahme bilden Bayern und Baden-Württemberg. Hier gibt es kein Recht der Studierenden auf Selbstverwaltung. Es haben sich aber an vielen Hochschulen unabhängige Studierendenschaften gebildet, die verfassten Studierendenschaften nachgebildet sind.

Die Studierendenschaft wird in der Regel durch den AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) vertreten, welcher durch das StuPa/SP (Studierendenparlament) gewählt wird. Die Fachschaftsräte sind auf Fachbereichsebene Teil der verfassten Studierendenschaft. Ein anderes Modell, das in einigen ostdeutschen Bundesländern anzutreffen ist, hat als oberste Vertretung keinen AStA sondern einen Studierendenrat (StuRa), der enger mit den Fachschaften verbunden ist als das AStA-Modell.

1993 gründete sich in Hürth der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs), der die verfassten und nicht verfassten Studierendenschaften bundesweit vertritt.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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