University of California San Francisco

Hacker-Angriff auf Uni - UCSF zahlt Lösegeld in Millionenhöhe

published: 02.07.2020

Mittels sogenannter Ransomware haben Hacker die University of California San Francisco erpresst (Symbolbild: Chim/Shutterstock.com) Mittels sogenannter Ransomware haben Hacker die University of California San Francisco erpresst (Symbolbild: Chim/Shutterstock.com)

Hacker haben die University of California San Francisco (UCSF) um circa 1,14 Mio. US-Dollar erpresst. Das Netzwerk der Uni wurde am 1. Juni durch Ransomware befallen. Der Begriff Ransomware bezeichnet Schadsoftware, die Daten auf Computern verschlüsselt. Den Opfern der Attacken mit solcher Software wird dann ein Programm zur Entschlüsselung der Daten gegen ein Lösegeld angeboten. So auch im Fall der UCSF. Bereits im Verlauf der Attacke konnte der Schaden durch Isolation der Server begrenzt werden. Von der Attacke ist das Computersystem der Medical School der Universität betroffen.

Die Uni gehört zu den führenden Instituten bei der Erforschung von Covid-19-Medikamenten in den Vereinigten Staaten. Die COVID-19-Arbeit sei durch die Attacke der Hackergruppierung, die sich "Netwalker" nennen, laut Universität aber nicht betroffen. Auch auf Patientendaten hatten die Angreifer nach derzeitigem Kenntnisstand keinen Zugriff. Die Hacker setzten der Universität indes eine Zahlungsfrist. Die BBC berichtet, dass bei Fristverstreichung üblicherweise die Daten gelöscht oder die Lösegeldforderung verdoppelt würde.
 

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Die BBC gibt an, sie habe die Verhandlungen dank eines anonymen Tipps in einem Darknet Chat mitverfolgen können. In einem entsprechenden Bericht veröffentlichte der Sender Screenshots, die anscheinend den Verhandlungsverlauf dokumentieren. Demnach forderten die Erpresser anfangs sogar 3 Millionen US-Dollar. Ein erstes Gegenangebot der Universität schmetterten die Erpresser ab. Schlussendlich verständigten sich beide Seiten auf eine Lösegeldzahlung von etwa 1,14 Millionen US-Dollar. Die Zahlung erfolgte in der Kryptowährung Bitcoin.

Laut BBC wird diese Methode derzeit häufig angewandt, teilweise auch noch höhere Summen erpresst. Sicherheitsbehörden wie FBI und Europol raten von Zahlungen ab. Die Erfüllung der Lösegeldforderungen ermutige die Gruppen und Nachahmer nur zu weiteren Erpressungen. Die UCSF unterstützt nun das FBI in ihren Ermittlungen gegen die Cyberkriminellen und arbeitet an der Wiederherstellung der betroffenen Systeme.

Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.

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Die Meldung der BBC zu den Verhandlungen

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