Corona-Pandemie

Kritik an Ausweisung von Auslands­studenten aus den USA

published: 14.07.2020

Die USA haben angekündigt, die Visa internationaler Studierender zu kündigen, wenn diese keine Präsenzveranstaltungen an der Uni haben (Symbolbild: Craig F Scott/Shutterstock.com) Die USA haben angekündigt, die Visa internationaler Studierender zu kündigen, wenn diese keine Präsenzveranstaltungen an der Uni haben (Symbolbild: Craig F Scott/Shutterstock.com)

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) kritisieren die Pläne der US-Regierung, ausländische Studierende des Landes zu verweisen, wenn ihre Gastuniversität Corona-bedingt nur online unterrichtet. Der Präsident der HRK, Prof. Dr. Peter-André Alt, findet den Ausbau der digitalen Angebote US-amerikanischer Universitäten vor dem Hintergrund der Entwicklung der Covid-19-Pandemie verständlich. In einer Pressemitteilung sagte er, diese Maßnahmen dürften nun jedoch nicht zum Anlass genommen werden, internationalen Studierenden gültige Visa zu entziehen oder sie des Landes zu verweisen. Weiter sagte er: "Mit der Änderung der Visa-Regeln nehmen sie den betroffenen Studierenden das Vertrauen in die Verlässlichkeit ihres Gastlandes, ihre Planungssicherheit und die so wichtigen Auslandserfahrungen. Studierende und Hochschulen dürfen kein Spielball der amerikanischen Innenpolitik sein."
 

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Auch der Präsident des DAAD, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, sorgt sich um den Austausch der Studierenden. Die Entwicklung beobachte der DAAD mit großer Sorge. Die angekündigten Maßnahmen seien völlig unverständlich. Der DAAD-Präsident kritisiert die US-Regierung in der Pressemitteilung scharf: "Die US-Administration setzt damit ihre in jeder Hinsicht schädliche Abschottungs- und Ausgrenzungsagenda fort. Der DAAD steht dieser Agenda kritisch gegenüber." Dass einige Universitäten bereits den Rechtsweg gegen die Entscheidung beschreiten, begrüße der DAAD, so Mukherjee weiter.
 

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Am 6. Juli hatte die ICE, die Einwanderungsbehörde der USA, angekündigt, dass internationale Studierende, die im kommenden Wintersemester ausschließlich an Online-Veranstaltungen teilnehmen, das Land verlassen sollten. Anderenfalls würden sie des Landes verwiesen. Die Eliteuniversität Harvard hatte zuvor bekanntgegeben, dass alle Vorlesungen online abgehalten werden würden. Neben etwa 200 anderen Hochschulen ist sie es nun auch, die gegen das Vorhaben der US-Administration rechtliche Schritte eingeleitet hat. Für die Universitäten sind die internationalen Studentinnen und Studenten auch eine wichtige Einnahmequelle.

Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.

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