Ausbildungsreform

Studium zum Psycho­therapeuten

published: 21.07.2020

Die Ausbildung zum Psychotherapeuten dauert bislang insgesamt acht Jahre. Die Reform soll diesen Prozess nun verkürzen (Foto: Chinnapong/Shutterstock.com) Die Ausbildung zum Psychotherapeuten dauert bislang insgesamt acht Jahre. Die Reform soll diesen Prozess nun verkürzen (Foto: Chinnapong/Shutterstock.com)

Du willst Psychotherapeut werden, doch fünf Jahre Studium und drei Jahre Ausbildung sind zu viel für dich? Dir ist der Werdegang zu unübersichtlich und du bist dir unsicher? Es gibt gute Nachrichten: Die Ausbildung zum Psychotherapeuten wird reformiert. Ab Herbst 2020 tritt ein Psychotherapiestudium an ihre Stelle. Das neue Modell soll sich aus drei Jahren Bachelorstudium und zwei Jahren Masterstudium zusammensetzen.

#5Fragen zum Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung

Datenschutzhinweis | Mehr Videos auf PointerTVBundesministerium für Gesundheit


Der bisherige Ausbildungsweg ist mehr als beschwerlich. Erst muss der Aspirant ein fünfjähriges Psychologiestudium abschließen, das idealerweise einen Schwerpunkt auf Klinische Psychologie und Psychotherapie legt. Danach darf er drei Jahre lang in die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten gehen. Das birgt einige Fallstricke: Es ist nicht immer klar, welche Leistungen aus dem Studium für die Ausbildung angerechnet werden. Außerdem gibt es während der Ausbildung keinen sicheren Anspruch auf Vergütung.
 

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Der neu entstehende Studiengang soll deshalb klar auf die Psychotherapie zugeschnitten werden. Laut Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) sollen fachliche wie soziale Kompetenzen für die psychotherapeutische Versorgung von Patientinnen und Patienten aller Altersstufen vermittelt werden. Behandlungen können die Absolventen selber durchführen oder veranlassen. Die Studierenden sollen zur selbstständigen Weiterbildung auch nach der Ausbildung ermutigt werden.
 

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Nach Abschluss der psychotherapeutischen Prüfung ist der Absolvent dann berechtigt, den Beruf auszuüben. Allerdings wird er zuerst eine Weiterbildung zu durchlaufen haben, bevor er tatsächlich Patienten versorgen darf. Wie genau Studiengang und Weiterbildung im Detail aussehen, ist noch nicht bekannt. Von der Reform profitieren erst diejenigen, die nach der Verabschiedung des neuen Gesetzes zum Wintersemester 2020 ihren Ausbildungsweg beginnen. Zumindest der neue Mindestlohn von 1000 Euro soll aber für alle Auszubildenden gelten.

Der Autor: Jakob Baumgardt

Der Autor: Jakob Baumgardt

Als gebürtiger Hamburger ist Jakob manchmal etwas kurz angebunden. Er brennt schnell für ein Thema, wenn es um Sport oder Musik geht. Jakob probiert sich gerne kreativ aus und in seiner Freizeit geht ihm nichts über entspannte Abende und laute Boxen. In seinem Studium lernt er neben Journalismus und PR auch die negativen Seiten der Medien kennen. Er kann sich durchaus vorstellen, später einmal auszuwandern.

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Links

Das Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) im Web
Infos zum Gesetzesentwurf

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