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Die Forscher des universitären Verbundprojekts "You(r) Study" sehen begrenztes Potenzial für die digitale Mediennutzung im Studium (Foto: WAYHOME studio/Shutterstock.com) Die Forscher des universitären Verbundprojekts "You(r) Study" sehen begrenztes Potenzial für die digitale Mediennutzung im Studium (Foto: WAYHOME studio/Shutterstock.com)
"You(r) Study"-Projekt

Wie Studierende Medien fürs Studium nutzen

Das Potenzial digitaler Medienangebote im Studium ist begrenzt. Gerade zu Beginn des Studiums sorgen sie oft für Orientierungsprobleme bei Studierenden. Das zeigen neueste Forschungsergebnisse des Verbundprojektes "You(r) Study", das sich mit dem Studieren mittels digitaler Medien auseinander setzt. Demnach ist die Vernetzung der Studentinnen und Studenten untereinander elementar wichtig für ihre Medienkompetenz. Weiter heißt es, dass Studierende stets ihren eigenen Studienweg finden müssten, was von stark vereinheitlichten Studienangeboten erschwert werde.
 


Das dreijährige Forschungsprojekt mehrerer deutscher Universitäten beschäftigte sich insbesondere mit der Frage, wie Studenten mit Hilfe von digitalen Medien ihrem Studium einen eigenen Sinn verleihen. Dazu untersuchten sie über Studierendenbefragungen und Gruppendiskussionen, wie Studenten mit Medien umgehen und welche Handlungsmotive der Mediennutzung im Studium zugrunde liegen.
 


"Das Zurechtfinden auf universitären Plattformen und in digitalen Medienangeboten ist zu Beginn des Studiums keine Selbstverständlichkeit", lautet dabei ein erster Schluss der Leiterin der Kölner Forschungsgruppe, Juniorprofessorin Dr. Sandra Hofhues. Sie sieht den Schlüssel für die Medienkompetenz im Austausch unter den Studierenden. "Die 'soziale Dimension‘ nimmt für das 'Meistern des Studiums’ in der Präsenzuniversität eine zentrale Rolle ein", so Hofhues weiter.
 


Außerdem zeige sich, dass ein Studium aus individueller Sicht unterschiedlich sei. "Hochschulen zielen jedoch darauf ab, für alle Studierenden ein möglichst einheitliches Studienangebot zu machen". Für Studierende bedeute dies, mit bestehenden Strukturen und Medienangeboten der jeweiligen Hochschule umzugehen und gleichzeitig angesichts der Vielfalt möglicher Studienziele individuelle Anpassungsstrategien und Handlungsweisen für sich selbst zu etablieren. Hofhues' Fazit: "Auch wenn wir unsere Forschungstätigkeiten weit vor der Corona-Krise abschließen konnten, bin ich angesichts der Ergebnisse doch besorgt, dass die Potenziale digitaler Medien derzeit deutlich überschätzt werden".

[PA]

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