Laut einer Studie ist Deutschland im internationalen Vergleich der digitalen Bildungsmöglichkeiten nur Mittelmaß (Foto: Foxy burrow/Shutterstock.com) Laut einer Studie ist Deutschland im internationalen Vergleich der digitalen Bildungsmöglichkeiten nur Mittelmaß (Foto: Foxy burrow/Shutterstock.com)
Bildungsstudie

Digitales Lernen: Deutschland nur Mittelmaß

Wenn es um die Voraussetzungen für digitales Lernen und digitale Bildungsmöglichkeiten geht, ist Deutschland nur Mittelmaß. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der digitalen Lernplattform Preply. Demnach hinkt Deutschland Ländern wie Norwegen, den Niederlanden und Großbritannien vor allem in Sachen Breitband-Internetgeschwindigkeit, mobile Internetgeschwindigkeit und Fernstudium-Angeboten hinterher. Andere große Volkswirtschaften wie Frankreich, Spanien oder Japan schnitten noch schlechter ab.
 


Die Studie betrachtete insgesamt 30 der 37 Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Dabei belegt Deutschland den 13. Platz. Am besten werden die digitalen Bildungsmöglichkeiten in Norwegen eingeschätzt. Alleine die Breitband-Internetgeschwindigkeit ist dort eineinhalb Mal schneller als in Deutschland.
 


Dies spiegelt sich auch in den Fernstudium-Angeboten wieder: Während hier lediglich 220 Studiengänge und -kurse vollständig online stattfinden, sind es in Großbritannien weit über 4.000 Kurse. Und das trotz gutem Zugang zu Computern und ordentlichen Bildungsausgaben im Ländervergleich.
 


Auch die mobile Internetgeschwindigkeit ist im internationalen Vergleich nicht ansatzweise konkurrenzfähig. Dies habe sich sich auch im Rahmen der coronabedingten Schulschließungen gezeigt, die, so Preply in einer Pressemitteilung zur Studie, "die Schwachstellen der Digitalisierung des Bildungssystems in Deutschland offengelegt" hätten. "Die Corona-Krise hat gezeigt, dass digitale Bildungsangebote noch sehr ungleich verteilt sind. Die neuen Erkenntnisse bieten die optimale Gelegenheit, um diesen Missstand auszugleichen", so Preply-Chef Kirill Bigai.

[PA]

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