Hochschule für Bildende Künste

Stipendium für Nichtstun

published: 20.08.2020

Die Hamburger Hochschule für bildende Künste (HFBK) hat ein ungewöhnliches Stipendium für Nichtstun ausgeschrieben (Foto: Klaus Frahm/HFBK) Die Hamburger Hochschule für bildende Künste (HFBK) hat ein ungewöhnliches Stipendium für Nichtstun ausgeschrieben (Foto: Klaus Frahm/HFBK)

Um ein Stipendium zu bekommen, muss man in der Regel Leistungsanforderungen erfüllen und häufig fortwährend gute Note liefern. Die Hamburger Hochschule für bildende Künste (HFBK) hat nun ein Stipendium für Nichtstun ausgeschrieben. Drei Menschen sollen mit je 1.600 Euro gefördert werden. Bewerbungsschluss ist der 15. September 2020. Doch an einfache Faulenzer richtet sich das Angebot nicht.

Das ungewöhnliche Stipendium ist ein Projekt von Friedrich von Borries im Rahmen seiner Ausstellung "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben". Von Borries fragt, ob wir wirklich nach "Erfolg" oder "Wirksamkeit" streben sollten und schlägt als alternatives Ziel die "Folgenlosigkeit" vor. Er fragt: Könnte Folgenlosigkeit ein neues regulatives Ideal werden? Für das Stipendium kann sich jeder bewerben, ob Student oder Manager. Bewerber müssen aber angeben, was genau sie nicht tun wollen. Sie müssen sich die Frage stellen: "Welche Handlungen kann ich unterlassen, damit mein Leben keine negativen Folgen für das Leben anderer hat?"
 

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Genau dieses Nichttun im Sinne eines Unterlassens ist es, das gefördert werden soll: Beispielsweise könnte ein Bewerber nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren oder keine Plastikverpackungen mehr kaufen. Wenn du dich bewirbst, musst du mit deinen Plänen die Jury überzeugen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden bei der Ausstellungseröffnung am 5. November im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg öffentlich bekannt gegeben. Ihnen wird das Stipendium am 15. Januar nächsten Jahres ausgezahlt - nach der Abgabe eines Erfahrungsberichts.
 

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Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.

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