USA

Uni warnt Studenten vor absichtlicher Corona-Infektion

published: 20.10.2020

Die Brigham Young University in Idaho befürchtet angesichts der Infektionszahlen eine erneute Abkehr von der Präsenzlehre  (Symbolbild: Syda Productions/Shutterstock.com) Die Brigham Young University in Idaho befürchtet angesichts der Infektionszahlen eine erneute Abkehr von der Präsenzlehre (Symbolbild: Syda Productions/Shutterstock.com)

Die Brigham Young University (BYU) im US-Bundesstaat Idaho hat in einem Statement große Sorge über Berichte geäußert, nach denen sich Studierende der Universität absichtlich mit dem Coronavirus infiziert haben sollen, um nach der Genesung ihr Blutplasma und die darin enthaltenen Antikörper zu verkaufen. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, dass in der Region bis zu 200 US-Dollar für eine Plasmaspende mit Antikörpern gezahlt werden. Die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA hatte im August die Behandlung von Covid-19 mit Rekonvaleszenten-Plasma genehmigt. Einer erkrankten Person werden dabei Covid-19-Antikörper über das Blutplasma einer genesenen Person verabreicht.

Die Universität teilt in dem Statement vom 12. Oktober mit, dass sie derzeit aktiv nach Beweisen für ein solches Verhalten der Studierenden suche. Wer erwischt wird, müsse mit einem sofortigen Verweis und einer möglichen Zwangsexmatrikulation rechnen. Die Missachtung von Gesundheit und Sicherheit führe unausweichlich zu weiterer Krankheit und dem Verlust von Menschenleben, so die Universität weiter. Wenn die Zahlen im Staat und in Madison County weiter stiegen, müsse die Hochschule wieder gänzlich auf Fernlehre umschalten. Die Universität erkenne aber auch an, dass die physische, emotionale und finanzielle Belastung durch die Pandemie sehr real sei. Die Uni sei bereit zu helfen. Es gebe nie einen Grund, auf Verhalten zurückzugreifen, das die Gesundheit und Sicherheit seiner selbst und anderer gefährde.

Wie der Sender CNN berichtet, hat eine Sprecherin der lokalen Gesundheitsbehörde gesagt, für die Behauptung der BYU gebe es keine Beweise. Die Sprecherin von Eastern Idaho Public Health sagte demnach, sie glaube, die Uni habe das Statement als Vorsichtsmaßnahme veröffentlicht, damit niemand irgendwelche Ideen bekomme. Weiter sagte sie, die Behörde könne die Informationen nicht belegen und es handele sich definitiv nur um Gerüchte.

Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.

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