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Die Überbrückungshilfe des Bildungsministeriums soll während des Teil-Lockdowns im November wieder für Studenten verfügbar sein, die sich durch die Pandemie in einer finanziellen Notlage befinden (Foto: Karolina/ Kaboompics/ Rawpixel.com) Die Überbrückungshilfe des Bildungsministeriums soll während des Teil-Lockdowns im November wieder für Studenten verfügbar sein, die sich durch die Pandemie in einer finanziellen Notlage befinden (Foto: Karolina/ Kaboompics/ Rawpixel.com)
Corona-Nothilfe

Überbrückungshilfe für Studenten wird neu aufgelegt

Die Überbrückungshilfe für Studierende soll für die Zeit des Teil-Lockdowns im November wieder neu aufgelegt werden. Das teilte eine Sprecherin des Bundesbildungsministeriums in Berlin mit. Sie gab an, dass das Ministerium diesbezüglich Gespräche mit dem Deutschen Studentenwerk aufgenommen habe. Die Studierendenwerke der Hochschulen hatten die Anträge von Juni bis Ende September bearbeitet und das Geld an die Studenten ausgezahlt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte für die Nothilfen 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 65 Millionen Euro wurden an Studierende ausgezahlt, bis das Programm Ende September eingestellt wurde.
 


Die Einstellung des Nothilfeprogramms stieß auf viel Kritik: Die Grünen im Bundestag, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften haben sich sich für eine Wiederaufnahme ausgesprochen. "Gerade Studierende aus ärmeren Elternhäusern sind auf Einkünfte aus Nebenjobs angewiesen, damit sie über die Runden kommen. Viele von ihnen arbeiten in der Gastronomie oder Eventbranche, die jetzt vom Lockdown betroffen sind", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Grünen schlagen vor, allen Studenten bis 25 Jahre als Grundsicherung einen monatlichen Garantiebetrag von 290 Euro auszuzahlen. Zusätzlich sei dann abhängig vom Einkommen ein "Bedarfszuschuss" sinnvoll.
 


Die Überbrückungshilfe für Studierende in Höhe von 100 bis maximal 500 Euro konnte von Juni bis September monatlich beantragt werden und muss nicht zurückgezahlt werden. Studierende müssen, um berechtigt zu sein, nachweisen, dass sie sich Corona-bedingt in einer finanziellen Notlage befinden, weil sie zum Beispiel ihren Job verloren haben. Als Alternative nahmen viele Studierende Kredite auf: Der KfW-Studienkredit ist von Mai 2020 bis März 2021 zinsfrei gestellt.

[PA]

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