Auch im Onlinestudium stehen Gruppenarbeiten an. Pointer hat sechs Tipps, mit denen diese digital gelingen (Foto: HwangMangjoo/ Rawpixel.com) Auch im Onlinestudium stehen Gruppenarbeiten an. Pointer hat sechs Tipps, mit denen diese digital gelingen (Foto: HwangMangjoo/ Rawpixel.com)
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6 Tipps für digitale Gruppenarbeit

Auch wenn das Studium an vielen Universitäten momentan größtenteils online stattfindet und Treffen mit vielen Personen nicht angezeigt sind, sind gemeinsame Projekte in Gruppen weiterhin ein Bestandteil der meisten Studiengänge. Vielleicht müsst ihr gemeinsam ein Referat erarbeiten, eine Hausarbeit schreiben oder einen Projektbericht verfassen. Egal, was es ist, Pointer hat Tipps für das Gelingen der digitalen Gruppenarbeit.
 


1. Verständigt euch über das Thema

Bevor ihr euch in die Recherche stürzt, ist es wichtig, dass ihr euch einig seid, worum es bei dem Thema wirklich geht und wo die Schwerpunkte liegen. Es kann passieren, dass es innerhalb eurer Gruppe völlig unterschiedliche Auffassungen der Thematik und des Ziels der Arbeit gibt. Ein einfaches und praktisches Tool für einen ersten Einstieg ist Mentimeter. Hier könnt ihr Wortwolken erstellen. Ein Gruppenmitglied kreiert eine Vorlage, und dann können alle die Stichworte und Fragen eintragen, die ihnen am wichtigsten erscheinen. Das Programm generiert eine Wortsammlung, in der Begriffe, die mehrmals aufkommen, größer dargestellt werden. So könnt ihr gleich erkennen, wo ihr euch einig seid, und anschließend über die anderen Punkte sprechen. Es entsteht eine erste Basis für die Zusammenarbeit, und niemand fühlt sich unverstanden oder übergangen.
 


2.Sammelt erste Gedanken

Wenn Konsens über das Thema besteht, ist Brainstorming ein guter zweiter Schritt. Jeder schreibt die Ideen und das Vorwissen auf, das er oder sie schon zu diesem Thema hat. Dafür könnt ihr zum Beispiel Google Docs oder Etherpad nutzen. Beide Programme erlauben die Bearbeitung eines Textdokumentes gleichzeitig von mehreren Geräten aus. Jedes Gruppenmitglied kann seine Vorschläge loswerden. Es entsteht eine große Sammlung, die euch als Arbeitsgrundlage dienen kann. Nach einer ersten kreativen Phase habt ihr dann die Möglichkeit, euch über einzelne Punkte auszutauschen und eventuell erste Strukturen, Ordnungen sowie Unterthemen zu erarbeiten.
 


3. Verteilt Aufgaben

Digitale Gruppenarbeit kann sehr anstrengend sein. Nicht nur, weil ihr die ganze Zeit auf einen Bildschirm schaut, sondern auch, weil es manchem Gruppenmitgliedern vielleicht unangenehm ist, in die Webcam zu sprechen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass ihr schon zu Anfang Aufgaben verteilt. Überlegt gemeinsam, wie die Aufteilung am meisten Sinn macht. Oft lässt sich ein Thema in unterschiedliche Punkte gliedern, zu denen zunächst recherchiert werden muss. Wenn ihr schon etwas weiter ins Thema eingestiegen seid, kann es nützlich sein, eine Aufgabenliste zu erstellen, in der alles aufgeführt wird, was bis zum Tag der Abgabe oder der Präsentation erledigt werden muss. Dazu gehört neben der eventuellen Durchführung von Umfragen und Literaturanalysen auch das Verfassen von Berichten oder das gemeinsame Proben des digitalen Vortrags. So behaltet ihr den Überblick, und auch zwischen euren Treffen weiß jeder zu jeder Zeit, was noch ansteht.
 


4. Tauscht euch regelmäßig aus

Da ihr euch nicht in der Uni trefft oder euch zufällig auf den Fluren begegnet, ist es essenziell, dass ihr euch regelmäßig digital trefft, um euch über die Gruppenarbeit auszutauschen. Vielleicht bestimmt ihr einen festen, wöchentlichen Termin, den sich alle Mitglieder frei halten. Bei den Treffen ist es meistens sinnvoll, ein Ziel zu bestimmen. Zum Beispiel, dass ihr im Laufe des Zoom-Meetings eine Forschungsmethode festlegen wollt. So weiß jeder worum es geht, und die Gefahr abzuschweifen wird reduziert. Um euch gegenseitig auf dem neuesten Stand eurer individuellen Recherche zu halten, könnt ihr eure Ergebnisse weiter in Google Docs oder Etherpad Dokumenten festhalten.
 


5. Nutzt das Screen-Sharing

Screen-Sharing ist eine Funktion von digitalen Meeting-Plattformen, die das gemeinsame Arbeiten um einiges erleichtert. Wenn ihr beispielsweise gemeinsam an einem Text arbeitet, erleichtert es die Kommunikation über bestimmte Passagen, wenn alle den selben Ausschnitt sehen. Auch Präsentationen könnt ihr auf diese Weise zusammen erstellen, weil die Entscheidungen nicht an einem Gruppenmitglied hängen bleiben. Außerdem verliert ihr weniger Zeit, da nicht jeder einzeln eine Website oder ein Dokument öffnen muss. Ihr bleibt im direkteren Austausch - fast so, als würdet ihr alle gemeinsam um einen Laptop herum sitzen.

6. Geht umsichtig miteinander um

Ein Nachteil der digitalen Arbeit in Gruppen ist, dass du deine Kommilitonen nicht persönlich vor dir hast. Du kannst nicht ihre gesamte Körpersprache erkennen und dadurch eventuell schlechter einschätzen, ob ihnen eine Entscheidung missfällt. Auch ist es generell so, dass über Videoanrufe meist weniger gesprochen wird als in persönlichen Treffen. Aus diesen Gründen ist es für eine funktionale und zielführende Gruppenarbeit umso wichtiger, dass ihr respektvoll miteinander umgeht, euch die Ansichten aller Mitglieder anhört und gemeinsam entscheidet, wie ihr vorgeht. Pointer wünscht gutes Gelingen!
 

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Die Autorin: Hanna Kunst
Die Autorin: Hanna Kunst

Die Autorin: Hanna Kunst

Sonnenliebhaberin, Lockenkopf, Enthusiastin – Hanna wuchs am Rand von Hamburg auf und schätzt das Landleben ebenso wie den Trubel der Hansestadt. Seit 2020 studiert sie Kulturwissenschaften in Lüneburg und findet dabei Medientechnik und Stadtplanung besonders spannend. In ihrer Freizeit hört sie gern Livemusik, probiert neue Rezepte aus, macht Yoga und fotografiert analog. Für Pointer schreibt Hanna über Lifestyle-Themen und führt als Reporterin Interviews.