Ab sofort können Studierende wieder Überbrückungshilfe beantragen, die sie nicht zurückzahlen müssen (Foto: pathdoc/Shutterstock.com) Ab sofort können Studierende wieder Überbrückungshilfe beantragen, die sie nicht zurückzahlen müssen (Foto: pathdoc/Shutterstock.com)
Finanzspritze

So beantragst du jetzt als Student Überbrückungshilfe

Du studierst und bist infolge der Corona-Pandemie in besonders akuter Not und unmittelbar auf Hilfe angewiesen? Dann kannst du jetzt erneut die Überbrückungshilfe in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses beantragen. Dies teilten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Studierendenwerke mit. Mit der Reaktivierung seiner Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage will das BMBF von November 2020 bis Ende März 2021 erneut denjenigen Studierenden helfen, die sich nachweislich in einer akuten, pandemiebedingten Notlage befinden und die unmittelbar Hilfe benötigen. Das Online-Tool für die Antragstellung findest du hier.
 


Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärte dazu in einer Pressemitteilung, man wolle mit den bereits aus dem Sommer bekannten Zuschüsse Studierenden helfen, deren Erwerbsmöglichkeiten oder die Unterstützung ihrer Eltern durch die beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie vorübergehend wegfallen. "Das Instrument der Überbrückungshilfe hat sich in den Monaten von Juni bis September bewährt", so die CDU-Politikerin weiter. "Wir haben für die Beantragung und die Prüfung in den Studierenden- und Studentenwerken Anpassungen mit Blick auf die Dauer der Pandemiesituation und einige Erleichterungen vorgesehen. So können alle, auch Erstsemester, bei Bedarf unbürokratisch ihre pandemiebedingte Notlage nachweisen." Das Online-Tool für die Antragstellung findest du hier.
 




Die Nothilfe für Studierende war im Juni eingeführt worden und Ende September ausgelaufen. Die Überbrückungshilfe, die nicht zurückgezahlt werden musste, wurde in diesen Monaten an diejenigen Studentenausgezahlt, die mit Kontoauszügen nachweisen konnten, dass sie sich in einer pandemiebedingten Notlage befinden.
 


Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg, begrüßt die Wiederaufnahme der Überbrückungshilfe in einer Mitteilung. "Die Corona-Krise ist noch nicht überwunden, ein Ende der Pandemie und ihrer Folgen ist noch nicht absehbar, insbesondere auch in den Wirtschaftsbereichen wie zum Beispiel Gastronomie und Events, die Jobs für Studierende geboten haben. Durch den Teil-Lockdown im November hat sich die finanzielle Situation vieler Studierender wieder deutlich verschlechtert. Und so muss sichergestellt werden, dass jede/r Studierende in Not auch während des Wintersemesters 2020/2021 Unterstützung erhält. Wir freuen uns, dass mit der Wiederauflage der Überbrückungshilfe der Bund weitere Mittel zur Verfügung stellt und die Laufzeit bis Ende März 2021 verlängert hat."
 


Die Überbrückungshilfe können in- und ausländische Studierende beantragen, die an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland immatrikuliert sind. Wer bereits ein Darlehen, Stipendien oder Ähnliches im Bezugsmonat bezieht, kann trotzdem Überbrückungshilfe erhalten. Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden. Der Zuschuss wird monatlich zugesagt. Zuständig für die Antragsbearbeitung sind die 57 regionalen Studierenden- und Studentenwerke, wobei die Anträge ausschließlich online über die etablierte bundesweit einheitliche IT-Plattform gestellt werden. Eine Beantragung ist seit dem 20. Novemberwieder möglich.

Kritik an der Überbrückungshilfe übt u.a. der World University Service (WUS), eine internationale Gemeinschaft von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden im Bildungssektor. Der WUS befürchtet, dass viele unverschuldet in Not geratene Studierende außen vor bleiben. Zudem sei die Höhe der Zuschüsse mit 500 Euro nicht ausreichend. "Die zwei angekündigten Änderungen, dass eine pandemiebedingte Notlage ab sofort auch durch erfolglose Job-Bewerbungen nachgewiesen werden kann und nicht nur durch Job-Kündigungen und das nur noch die Kontoauszüge des Vormonats und bis zum Tag vor der Antragsstellung vorgelegt werden müssen, entlasten die Studierenden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studierendenwerke nicht vor unnötigen Antrags- und Prüfverfahren", kritisiert Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS. Statt die Förderung für den gesamten Zeitraum von sechs Monaten des Wintersemester zu gewähren und den Höchstsatz auf den BAföG Satz von 861 Euro anzuheben, bleibe Ministerin Karliczek abermals hinter den berechtigten Erwartungen der Studierenden zurück, so Dr. Ghawami.
 

[PA]

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