Eine Studierendengruppe hat für einen Film surreale Hochschulräume erstellt. Die Studenten blicken mit Nostalgie auf die Zeit vor Corona zurück, als sie noch gemeinsam an ihrer Fakultät lernen konnten  (Foto: Mara Baues) Eine Studierendengruppe hat für einen Film surreale Hochschulräume erstellt. Die Studenten blicken mit Nostalgie auf die Zeit vor Corona zurück, als sie noch gemeinsam an ihrer Fakultät lernen konnten (Foto: Mara Baues)
Nostalgie-Projekt

Studenten schaffen virtuelle Hochschulräume

Eine Gruppe von 14 Studierenden hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre in der Pandemie verlassene Fakultät wiederzubeleben. Aufgrund der Corona-Pandemie wird das Gebäude der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) am Sanderheinrichsleitenweg schon seit längerem nicht genutzt, die Studierenden vermissen es aber. Mit ihrem Filmprojekt "SHL-2021 Emergency Broadcast" nehmen die angehenden Kommunikationsdesigner ihre Zuschauer mit auf eine virtuelle Reise durch die gefühlsgeladenen Räume der Hochschule. Sie wollen mit Hilfe des Streaming-Events das verlorene Gemeinschaftsgefühl der Fakultät wiederherstellen.
 

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January 1, 1970

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Der Film erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Gruppe Studierender, die es geschafft hat, mithilfe eines "interdimensionalen Portals" eine Verbindung zu einer alternativen Hochschule herzustellen. Ihre Mission: die schrägen, surrealen, unterhaltsamen und manchmal auch emotionalen Räume des Hochschulstandorts zu nutzen, um in der Pandemie ein unterhaltsames Live-Programm zusammenzustellen.

In der surrealen Geschichte begeben sich die Studierenden in einem Szenario über einen "transdimensionalen Verbindungsstrahl" auf die Reise durch die Hochschul-Räume. Kurioses, Gruseliges, Lustiges, Tiefgründiges und Unterhaltsames begegnet ihnen. Höhepunkt und tragisches Ende des nostalgischen Filmbeitrages: Der Stream wird gekappt. Man sieht eine Studentin allein an einem Laptop in einem Sendebus sitzend. Sie hat den Stream von dort aus über Grafiken aus Rohdaten erstellt und ausgestrahlt – und alles war nur eine Illusion.
 


In einer Pressemitteilung der Hochschule erklärt die Studentin Magalie Herter-Courbon, dass der Standort Sanderheinrichsleitenweg der FHWS vielen Studenten fehle. Keine gemeinsamen Projekte, kein gemeinsames Durchbeißen während Abgabephasen, kein Mitzittern bei Prüfungen, keine Vorhaben abseits des Studiums in der Gruppe. Die Sehnsucht habe zur Idee des "SHL-2021 Emergency Broadcast" geführt. "Unsere Fakultät ist für uns ein besonderer Ort, weil hier nicht nur studiert wird, sondern auch viele Veranstaltungen stattfinden, die auf dem Engagement von Studierenden basieren", sagt sie dort weiter.

Für die Umsetzung des Programms fanden sich die Studierenden in Teams zusammen. Sie kommunizierten bei der Erstellung der einzelnen Realitäten per Kommentarfunktion in den Chatgruppen direkt miteinander. Deshalb sei das Projekt für die Studentengruppe eine "metaphorische Zurückeroberung des leerstehenden Fakultätsgebäudes" gewesen. Es ist im Rahmen des Kurses "Live!" von Prof. Henning Rogge-Pott an der Fakultät für Gestaltung der FHWS entstanden.

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