Die Universität Heidelberg hat in ihrem Zentrum für Molekulare Biologie einen Corona-Gurgeltest entwickelt. Die Studierenden der Hochschule können sich jetzt vor Präsenzveranstaltungen freiwillig selber testen (Foto: nitpicker / Shutterstock.com) Die Universität Heidelberg hat in ihrem Zentrum für Molekulare Biologie einen Corona-Gurgeltest entwickelt. Die Studierenden der Hochschule können sich jetzt vor Präsenzveranstaltungen freiwillig selber testen (Foto: nitpicker / Shutterstock.com)
Universität Heidelberg

Kostenlose Corona-Gurgeltests für Studenten

Mit kostenlosen Gurgeltests können sich Studenten der Universität Heidelberg zuhause auf das Corona-Virus testen. Vor allem bei Präsenzveranstaltungen wie Laborpraktika oder Präsenzprüfungen sollen die Tests dazu dienen, das Ansteckungsrisiko zu minimieren und die Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen. Das Testverfahren wurde am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) entwickelt, ist aber noch nicht zertifiziert und nur für Forschungszwecke zugelassen.
 


Die Testkits bekommen die freiwillig teilnehmenden Studenten von ihren Lehrkräften ausgehändigt. Darin befinden sich eine Kochsalzlösung zum Gurgeln, ein Röhrchen für die entnommene Schleimprobe und ein Zugangscode für die später online einsehbare Auswertung. Die Proben werden anschließend gesammelt und in einer Teststation innerhalb von acht Stunden ausgewertet. Ungefähr zwei Tage nach der Durchführung des Gurgeltests können die Studierenden ihre Ergebnisse mit Hilfe des Zugangscodes online abrufen. Sofern es die Kapazitäten der Teststationen erlauben, dürfen auch Mitarbeiter der Universität die Gurgeltests nutzen.

Wenn die Testresultate positiv ausfallen, wird ein diagnostischer PCR-Test durchgeführt und das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises informiert. Dieses kann dann die Kontaktverfolgung aufnehmen. Die Universität Heidelberg betont, dass bei den genehmigten Präsenzprüfungen und Präsenzveranstaltungen weiterhin die Hygienekonzepte und Abstandsreglungen eingehalten werden. Der Einsatz der Corona-Gurgeltests soll zusätzlich helfen, das Verbreitungsrisiko zu minimieren. Dieses kann bei einer höheren Mobilität entstehen, zum Beispiel bei der Anreise der Studenten zu Prüfungen.
 


Prof. Dr. Michael Knop, einer der Leiter des Testverfahrens, sagte laut der Pressemitteilung der Universität: "Auch wenn unser Testlabor bisher nur für die Forschung zugelassen ist, können wir dennoch mit unserem schnellen Testverfahren einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Infektionsrisikos leisten. Unsere Studie wird zeigen, wie gut solche freiwilligen Tests aufgenommen werden." Die Tests, die im Frühjahr 2020 entwickelt wurden, seien über den Sommer hinweg noch einmal verbessert worden. Sie haben nach Angaben des Wissenschaftlers nun eine deutlich höhere Sensitivität als die kommerziellen Antigen-Schnelltests.

Die Gurgeltests erkennen mittlerweile infizierte Menschen bereits zwei bis drei Tage nach der Ansteckung. Zusätzlich lässt sich der Virus bei den Gurgeltests auch noch einige Zeit nach der Infektion nachweisen. Dies erleichtert die effiziente Aufdeckung der Infektionsketten. Noch sind die Gurgeltests nicht zertifiziert und deshalb auch noch nicht kommerziell erhältlich. Die Kosten für die Testung trägt die Universität.

[PA]

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