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Sprechstunde mit Dr. Karin Anderson

Schüchtern im Seminar

published: 29.04.2009

Vor anderen Menschen zu sprechen, fällt nicht jedem leicht (Foto: shutterstock.com/VGstockstudio) Vor anderen Menschen zu sprechen, fällt nicht jedem leicht (Foto: shutterstock.com/VGstockstudio)

Ihr habt Angst, euch in der Vorlesung zu Wort zu melden? Bei Diskussionen beteiligt ihr euch nie, weil ihr Angst habt, etwas Falsches zu sagen und euch zu blamieren? Es gibt viele Studierende, die mit ihrer Schüchternheit zu kämpfen haben, wie beispielsweise Unikosmos-Userin Maria. Expertin Dr. Karin Anderson gibt ihr Tipps, wie sie ihre Hemmungen bekämpfen kann.

Maria: "Ich studiere im zweiten Semester Kulturwissenschaften. Wir haben viele kleine Seminare, die ich total interessant finde. Das Problem ist, dass wir viel diskutieren und unsere Profs darauf achten, dass der Kurs sich auch mündlich beteiligt. Obwohl ich meistens total viel zum Thema zu sagen hätte, melde ich mich nie, weil ich Angst habe, dass die anderen darüber lachen, ich ein simples Argument übersehen habe und mich dann total blamiere. Ich bin zwar nicht mehr ganz neu in meinem Studiengang, aber ich kenne leider noch nicht so viele Leute, da ich mich schwer tue, auf sie zuzugehen. Und in den kleinen Seminaren wechseln die Leute auch jedes Semester. Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich tun soll, um meine Schüchternheit zu überwinden und endlich einmal den Mund aufzukriegen. Ich bin 22, also eigentlich zu alt für so etwas Albernes, oder? Können Sie mir vielleicht irgendwelche Tipps geben? Viele Grüße, Maria"

Tief Einatmen hilft!

Dr. Karin Anderson: "An dem berühmten `tief Luftholen´ ist wirklich etwas dran. Wenn Du in einer angespannten Situation dreimal tief einatmest und dann die Luft langsam wieder ausatmest, versorgst Du Dein Gehirn mit einer Extraportion Sauerstoff. Dieser Vorgang führt zu einer automatischen Muskelentspannung und wirkt dadurch nachgewiesenermaßen beruhigend."

Dr. Karin Anderson: "Hallo Maria, es ist wirklich nicht albern, dass Dir das freie Sprechen vor anderen Leuten schwer fällt. Schüchternheit ist zwar nicht `ererbt` im eigentlichen Sinne, aber hat doch meist sehr damit zu tun, wie zu Hause mit dem Reden umgegangen wurde. Wenn in einer Familie viel gesprochen, diskutiert und argumentiert wird und die Kinder genauso mitreden dürfen wie die Erwachsenen, sind sie auch später nicht gerade auf den Mund gefallen und haben keine Angst, sich vor anderen zu blamieren. Wenn dagegen wenig verbaler Austausch stattfindet, man als Einzelkind wortkarger Eltern aufwächst oder das, was man zu sagen hatte, nicht ernst genommen oder gar entwertet wird, fällt es meistens viel schwerer, seine Gedanken vor anderen zu äußern.

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