Studierende der Goethe-Universität beschäftigen sich in einem Podcast mit Populismus (Foto: spaxiax/Shutterstock.com) Studierende der Goethe-Universität beschäftigen sich in einem Podcast mit Populismus (Foto: spaxiax/Shutterstock.com)
Goethe-Universität Frankfurt am Main

Studenten produzieren Podcast zu Populismus

Wer den Klimawandel leugnet, Migranten die Schuld an Arbeitslosigkeit zuschiebt oder gar an der Grenze auf Frauen und Kinder schießen lassen will, ist nach Meinung vieler Menschen ein Populist. Es gibt populistische Parteien, Bewegungen und Aktionen in den sozialen Netzwerken. Doch was genau macht Populismus aus? Wie wirkt er? Studierende der Goethe-Universität sind diesen Fragen auf den Grund gegangen. Die Ergebnisse veröffentlichen sie in einem sechsteiligen Podcast.

Im Seminar "Populismus als soziales Phänomen – aktuelle Diskussionen über einen strittigen Gegenstand” näherten sich die Studierenden zusammen mit dem Seminarleiter Dr. Frieder Vogelmann dem Begriff an und produzierten dazu den Podcast. In sechs Folgen fächerten sie das Thema auf und bearbeiteten die Teilaspekte in Kleingruppen. Sie beschäftigten sich mit Literatur und führten Interviews mit einschlägig Forschenden. Das Ergebnis sind hier nachzuhören. Wöchentlich wird eine Folge hochgeladen.
 


Ist der Populismus Sargnagel des demokratischen Zusammenlebens oder ein Korrektiv für in die Jahre gekommene Demokratien? Diese sehr grundsätzliche Frage schwebt über den sechs Beiträgen, in denen es zum Beispiel um das Verhältnis von Populismus und Demokratie, um Populismus auf Social Media, um Abstiegsängste und "Querdenken" geht. Gesprächspartner in der ersten Folge ist unter anderem Prof. Dr. Dirk Jörke vom Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt. Die Soziologin und Politikwissenschaftlerin Verena Stern beantwortet in der zweiten Folge Fragen zum Spannungsfeld der Corona-Demos und spricht über ideologische Allianzen und die Handlungsoptionen der Politik.
 


80 Studentinnen und Studenten haben am Seminar teilgenommen, es gab verschiedene Möglichkeiten des Leistungsnachweises. Unter den 20 Studierenden, die sich dafür entschieden haben, zusätzlich zur Seminararbeit eine Podcastfolge zu produzieren, war auch Edith Schönig, die den Masterstudiengang internationale Beziehungen absolviert. "Die Inhalte in einem Podcast zu erarbeiten, das war sehr kreativ und hat viel Spaß gemacht", sagt die 24-Jährige laut Pressemitteilung der Hochschule. Sie habe viel über Populismus gelernt – zum Beispiel, dass er nicht zwangsläufig undemokratisch sei –, aber dazu auch Gesprächsführung und Schnitttechnik.

[PA]

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