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Lohnt sich der Master?

published: 30.04.2009

Lohnt es sich, nach dem Bachelor-Abschluss noch ein Master-Studium aufzunehmen? (Foto: shutterstock.com/MrGarry) Lohnt es sich, nach dem Bachelor-Abschluss noch ein Master-Studium aufzunehmen? (Foto: shutterstock.com/MrGarry)

Das Bachelor-Master-System soll den Studierenden internationale Anerkanntheit der Abschlüsse und mehr Praxisbezug sichern und dadurch Vorteile für das spätere Berufsleben schaffen. Ein weiteres Ziel der Hochschulreform war, dass durch die verkürzte Studiendauer weniger Studierende ihr Studium abbrechen. Im November 2008 lag die Zahl der Studienabbrecher im Bachelorstudium jedoch bei 20 Prozent - und ist somit gestiegen.

Lohnt sich der Master-Abschluss?

  • Auf jeden Fall

  • Für die meisten

  • Für die wenigsten

  • Für niemanden

Bei so vielen Uni-Flüchtigen bereits im Bachelorstudium stellt sich die Frage, wieviele Bachelor-Studenten anschließend noch einen Master-Abschluss anstreben. Unikosmos wollte von euch wissen, ob ihr den Master als lohnenswert anseht, und hat sich auf dem Campus der TU Harburg und bei der Universität Hamburg umgehört.

"Auf jeden Fall lohnt sich der Master", meint Thomas, Student der Allgemeinen Ingenieurwissenschaften im zweiten Semester auf Bachelor. "Ich finde dieses System gut, dass man nach dem Bachelor erstmal eine Weile arbeiten oder ein Praktikum machen kann", fügt er hinzu. "Somit kann man gucken, was genau man im Master vertiefen möchte. Dann kann man sich festlegen und sich in die Materie einarbeiten. Finde ich cool!"

Carolin, die im vierten Semester Bauingenieurswesen auf Bachelor studiert, glaubt, dass es sich lohne, den Master zu machen, "weil man mit dem Bachelor nicht weit kommt. Man ist als Bachelor sehr allgemein in der Ausbildung - erst im Master wird das Studium vertieft."

Das Wichtigste zum Bachelor

1999 unterzeichneten 29 europäische Bildungsminister im Bologna-Prozess das Vorhaben, bis 2010 ein einheitliches europäisches Hochschulwesen zu schaffen. Seitdem herrscht eine Flut von Neuregelungen und Neuheiten an den Unis.

Hier ein Überblick über die Änderungen:
* Das Bachelorstudium sieht eine Regelstudienzeit von sechs Semestern vor (eventuell sieben oder acht).
* Innerhalb dieser sechs Semester sind 180 Leistungspunkte (credit points) zu erwerben.
* Die Lehrveranstaltungen sind in Module gegliedert.
* Es besteht Anwesenheitspflicht.
* Kurse in den Allgemeinen Berufsqualifizierenden Kompetenzen (ABK) sollen den Studenten Projektmanagment und Arbeitsmethoden näher bringen
* Im Anschluss an das Bachelorstudium ist ein Masterstudiengang möglich, der aufbauen und vertiefen soll.
* Fächer wie Evangelische Theologie, Medizin, Pharmazie und Rechtswissenschaft laufen nach wie vor nach dem alten System.

"Ich glaube schon, dass sich der Master lohnt, weil man dann noch ein bisschen länger Student ist", sagt Verena, Ethnologiestudentin auf Bachelor im zweiten Semester. "Aber ich find es blöd, dass es so viele Auswahlkriterien gibt", bemängelt sie. "Man sollte die freie Entscheidung haben, ob man den Master gerne machen möchte oder nicht, egal wie gut oder schlecht man im Studium war."

Ähnliche Bedenken spricht auch Jonas aus. Er ist Lehramtsstudent mit den Fächern Geschichte und Soziologie im zwölften Semester und meint:" Ich würde jedem Bachelorstudenten raten, es mit dem Master zu versuchen. Allerdings ist es ja fast unmöglich, wenn man bedenkt, dass in einigen Studiengängen nur ein Drittel der Studenten die Chance auf einen Masterplatz bekommen."

Für Meike, Sozialökonomiestudentin auf Bachelor im zweiten Semester, ist die Antwort nicht so eindeutig. "Wenn man eh noch vorhat, einen anderen Abschluss zu machen oder einen Beruf zu erlernen, reicht meist schon der Bachelor, um darauf aufzubauen. Wenn man aber so etwas nicht anstrebt, würde ich den Master machen."





[Juliane Breiler]

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