Die niedersächsische Landesastenkonferenz kritisiert die problematische Situation der Studierenden während der Corona-Pandemie  (Foto: Nathan Dumlao/unsplash.com ) Die niedersächsische Landesastenkonferenz kritisiert die problematische Situation der Studierenden während der Corona-Pandemie (Foto: Nathan Dumlao/unsplash.com )
Niedersächsische Landesastenkonferenz

"Die Lage der Studenten ist problematisch"

Am 12. April startet für die meisten Studierenden in Niedersachsen das dritte Corona-Semester. Passend dazu hat die niedersächsische Landesastenkonferenz (LAK) getagt und die Situation der Studenten scharf kritisiert. Die LAK ist ein Zusammenschluss niedersächsischer Studierendenschaften, der die Vertretung der Studierenden in allen politischen und gesellschaftlichen Belangen übernimmt. Laut LAK ist die Lernsituation der Studierenden trotz Bemühungen von Seiten der Hochschulleitungen und Verwaltungen unverändert problematisch.

Ein Kritikpunkt sind laut "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") die Online-Prüfungen. Jeder zweite Student habe mit einer instabilen Internetverbindung oder veralteten Geräten zu kämpfen, weswegen beim Absenden oft Prüfungsergebnisse verloren gingen. Außerdem gebe es laut einem Sprecher der LKA doppelte Lernbelastung, da bereits im vergangenen Semester Prüfungen in andere Semester geschoben worden seien und es nun zu Überschneidungen komme. Auch Fragen hinsichtlich des Umgangs mit verschwundenen Prüfungsleistungen oder zum Thema, wann Prüfungen nachgeholt werden dürfen, sind ungeklärt. Eine mögliche Lösung hierfür wäre beispielsweise die Bereitstellung von technischen Geräten oder einzelnen Arbeitsplätzen in der Uni. Auch eine Freiversuchsregelung bei Prüfungen sei denkbar, da Studierende in höheren Semestern bei einem dritten Fehlversuch sonst schnell vor der Exmatrikulation stünden, so die "SZ" weiter.
 


Besonders schwer haben es nach Angaben der LAK Studienanfänger, gerade auch die zugezogenen. Wegen des Fehlens von Präsenzveranstaltungen, so die Asta-Vertreterinnen und -Vertreter laut dem NDR, gebe es kaum Möglichkeiten, andere Studierende kennenzulernen. Dadurch fehle dem Studium ein wichtiger sozialer Aspekt. Als Konsequenz hätten mehr Studierende mit psychischen Belastungen zu kämpfen als zu Beginn der Pandemie. Laut dem NDR wurde dies von politischer Seite bestätigt. Eine Sprecherin des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur teilte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit, dass "die psychosozialen Beratungsangebote der Hochschulen deutlich stärker nachgefragt" würden.

Die Sprecherin gab weiterhin an, dass für eine finanzielle Entlastung der Studierenden die Regelstudienzeit Mitte März vom Landtag um zwei Semester verlängert wurde. Das kann finanziell entlastend wirken, da beispielsweise die Zahlung des BAföG an die Regelstudienzeit geknüpft ist. Nach Informationen der "SZ" und des NDR war den Studierenden bereits zuvor ein zusätzliches Regelsemester gewährt worden.
 

[PA]

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