Beim Physik-Wettbewerb DOPPLERS haben mehr als einhundert Studenten knifflige Aufgaben gelöst (Foto: vchal/Shutterstock.com) Beim Physik-Wettbewerb DOPPLERS haben mehr als einhundert Studenten knifflige Aufgaben gelöst (Foto: vchal/Shutterstock.com)
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Gewinner des Physik-Wettbewerbs DOPPLERS stehen fest

Für den studentischen internationalen Knobelwettbewerb PLANCKS steht die deutsche Auswahl fest. Beim deutschen Vorentscheid DOPPLERS lösten am 10. und 11. April mehr als 100 Physik-Studenten Aufgaben der theoretischen Physik. Aufgrund der Corona-Pandemie und auch, weil sie häufig an verschiedenen Universitäten studieren, schrieben sie zu dritt oder zu viert eine vierstündige Online-Klausur. Veranstalter des Wettbewerbs ist die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG).

Den Wettbewerb gewonnen haben drei Teams, wovon zwei nun als deutsche Delegation beim internationalen Wettbewerb PLANCKS starten. Das erste qualifizierte Team ist "kʷetwórī́k̑m̥̥tihdwóh₁", was so viel wie "42" auf Altindogermanisch bedeutet. Es besteht aus Christian Schmidt und Maximilian Kotz von der TU Dresden, Johannes Kerstan von der Uni Jena und Markus Zetto von der Uni Heidelberg. Das zweite qualifizierte Team nennt sich "Oachkatzlschwoaf", das bayrische Wort für "Eichhörnchenschwanz", und besteht aus Erik Sünderhauf von der TU München, Jonathan Gräfe und Max Schneider von der TU Dresden sowie Lucas Kersten von der Uni Göttingen.


Bei den Klausuraufgaben drehte es sich dieses Jahr unter anderem um die physikalische Realisierung eines Tarnumhangs und die Quanteninformationstheorie. Mehrere Vorträge, eine digitale Stadtführung mit Besichtigung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und digitale Spieleabende sowie die feierliche Siegerehrung mit dem DPG-Präsidenten rundeten die virtuelle Veranstaltung ab. Credit Points für ihr Studium bekamen die Teilnehmenden nicht. Der internationale Wettbewerb PLANCKS findet voraussichtlich vom 6. bis zum 9. Mai 2021 online statt.

Ihren Namen tragen die Wettbewerbe als Verweis auf die Physiker Max Planck und Christian Doppler. Planck gilt als Begründer der Quantenphysik, während Doppler als erster den sogenannten Doppler-Effekt beschrieb. Dieser Effekt ist ein Phänomen der Stauchung und Streckung der Frequenzen von Schall- oder Lichtwellen bei bewegten Quellen. Er sorgt beispielsweise dafür, dass Sirenen von Feuerwehrwagen höher klingen, wenn sie auf einen zufahren, und tiefer, wenn sie sich wieder entfernen. Außerdem sind PLANCKS und DOPPLERS doppeldeutige Akronyme, welche für "Physics League Across Numerous Countries for Kick-Ass Students" beziehungsweise "Deutsche Olympiade im Physik-Probleme-Lösen Eifrig Rätselnder Studierender" stehen.

[PA]

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