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Der "Green Campus" ist ein Holzbau, der von Studierenden der Fachhochschule Erfurt entworfen wurde (Foto: Ulf Ströde/Fachhochschule Erfurt) Der "Green Campus" ist ein Holzbau, der von Studierenden der Fachhochschule Erfurt entworfen wurde (Foto: Ulf Ströde/Fachhochschule Erfurt)
Studierenden-Projekt

"Green Campus" in Erfurt

Nach mehrmonatigen Bauarbeiten ist der flexibel nutzbare Hörsaal "Green Campus" am Campus Leipziger Straße fertig. Er wurde jetzt zur Nutzung an die Fachhochschule Erfurt übergeben. Er wurde von Studierenden der Hochschule entworfen und vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr realisiert.

Der "Green Campus" ist ein innovativer Hörsaal in Holzbauweise mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die die Luftheizung autark mit Energie versorgt. Er ist barrierefrei zugänglich und wurde elementiert geplant und ausgeführt, sodass er auch an einen anderen Standort versetzt werden kann. Die Gesamtkosten von 1,2 Millionen Euro wurden gänzlich aus Haushaltsmitteln der Hochschule bezahlt. Seit März 2020 wurde das Projekte durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr praxisnah umgesetzt. Thüringens Bauminister Benjamin-Immanuel Hoff nennt den innovativen Holzbau beispielgebend, maximal nachhaltig und modern sowie absolut gebrauchstauglich. Professor Dr.-Ing. Volker Zerbe, Rektor der Fachhochschule Erfurt, erklärt, dass mit dem Projekt auch die akute Raumnot am Standort Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst entspannt werde.
 


Der Entwurf wurde im Wintersemester 2016/2017 von Studierende der Fachrichtungen Architektur sowie Gebäude- und Energietechnik entwickelt. Studierende des Bauingenieurwesens und der Stadt- und Raumplanung berieten sie. Ursprünglich gingen die Studenten dabei der Frage nach, wie temporärer Raumbedarf mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz sowie einer umweltfreundliche Heiz- und Belüftungstechnik befriedigt werden kann, ohne ein dauerhaftes Bauwerk zu errichten. Ein Architektenbüro entwickelte das Projekt dann weiter. Diese praktische Umsetzung des "Green Campus" soll für die Studenten praktische Erfahrungen für einen späteren Forschungstransfer in die Wirtschaft und eine mögliche Patentierung generieren. Der Entwurf war als einer von drei Preisträger-Arbeiten mit dem Hochschulpreis "Holzbau 2017" ausgezeichnet worden. Außerdem ist das Projekt ein Praxisbeispiel der 2020 vom Infrastrukturministerium geschaffenen Initiative "HolzBauKultur".
 

[PA]

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