Studierenden der DHBW Mannheim haben zwei Semester lang die Zukunftskonferenz "The Great Shift" geplant (Foto: DHBW Mannheim) Studierenden der DHBW Mannheim haben zwei Semester lang die Zukunftskonferenz "The Great Shift" geplant (Foto: DHBW Mannheim)
Zukunftskonferenz

"The Great Shift": Chancen durch die Corona-Pandemie

"Die anhaltende Pandemie ist ein kontroverses Thema, welches von unterschiedlichen Richtungen betrachtet werden muss. Wir haben uns explizit mit diesem Thema befasst und erkannt, wie viel Potential darin steckt, die Krise als Chance zu nutzen". So äußert sich das Studierenden-Team von "The Great Shift" gegenüber Pointer per Mail. "The Great Shift" ist eine Zukunftskonferenz, die am 7. Mai zwischen 13:30 Uhr und 19.30 Uhr über die Plattform Teams stattfindet und an der jeder teilnehmen kann.
 


Hinter "The Great Shift" stehen 32 Studierende des Studiengangs Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. Seit Oktober 2019 studieren sie dort in Kooperation mit Partnerfirmen, bei denen sie fest angestellt sind und Praxisphasen absolvieren. In ihrer Theoriephase an der Hochschul planten sie als Kurs im Rahmen ihres Moduls Medienprojekte die Zukunftskonferenz "The Great Shift". Das Ganze nahm sechs Monate in Anspruch. Dabei teilten sie sich in acht Teilgruppen, in verschiedene Teams wie das Projektmanagement-Team und das Science-Team, ein. "Jeden Montag traf sich der gesamte Kurs zu einer kurzen Besprechung, nach dieser arbeiteten die einzelnen Teams für sich", berichtet das "The Great Shift"-Team weiter. "Die Projektleitung schaute sich über den Tag verteilt die Fortschritte und Fragen der einzelnen Bereiche an. Am Ende des Tages hatte die Projektleitung den kompletten Überblick und die einzelnen Teams konnten sich miteinander abstimmen. Zusätzliche Meetings fanden unabhängig voneinander statt".
 


Die Studierenden wollen zu Diskussionen anregen, neue Wege aufzeigen sowie für Inspirationen und Innovationen sorgen. Dabei beziehen sie sich auf die sechs Themengebiete Umwelt, Gesundheit und Medizin, Gesellschaft und Psychologie, Wirtschaft, Politik und Technik, alltägliches Leben sowie Bildung und Beruf. Die Online-Konferenz haben sie als Medium ausgewählt, weil es in ihrem Medienprojekt-Modul darum gehe, "unterschiedliche Medienstrategien zu verstehen und anzuwenden". Außerdem spiele auch die Live Communication eine große Rolle im crossmedialen Bereich, den sie in ihrem Studiengang stets berücksichtigen.

Zur Konferenz haben die Studenten Vertreter aus unterschiedlichen Fachbereichen eingeladen, die Vorträge halten. Dabei hatte sich das Science Team, das für die Sammlung von Fachwissen zuständig war, ganz am Anfang bereits mit Vertretern aus den sechs Themenbereichen getroffen und diese interviewt. Wie das "The Great Shift"-Team per Mail weiter schreibt, entpuppten sich einige Interviewpartner eher zufällig bereits im Vorfeld als geeignete Speaker und wurden später in dieser Rolle angefragt. Unter den Vortragenden sind Dr. Carsten Neßhöver, Generalsekretär des Sachverständigenrates für Umweltfragen in Berlin, und Prof. Dr. Marcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Alle Speaker, so die Studenten, besäßen hohes Wissen in ihrem jeweiligen Themengebiet und seien in der Lage, durch ihre inspirierende Art Begeisterung und Motivation zu verbreiten.
 


Und was passiert mit den gewonnen Erkenntnissen und Denkanstößen, die aus der Konferenz resultieren? Dazu erklärt das Studierenden-Team, dass es sich erhofft, "dass jeder und jede für sich etwas mitnimmt und die Anstöße im jeweiligen Alltag einen Platz finden". Als Beispiel nennen die Organisatoren das Thema Mobilität und das Besitzauto als "Stadtfresser". Sie erläutern, dass, wenn ein Autobesitzer an der Konferenz teilnehme und sich die Ideen aus der Diskussion zu Herzen nehme, er dann statt jeden Tag vielleicht nur noch zweimal pro Woche mit dem Auto fahre und an den anderen Tagen aufs Rad oder in den Bus wechsle. Damit hätte die Konferenz dann schon einiges erreicht. Die Ergebnisse wollen die Studenten zusätzlich in Form einer Dokumentation festhalten, die jeder von ihnen nach dem Event erhält.
 


Gerade bei den Jüngeren löst die Corona-Krise oft Angst und Frust im Hinblick auf die Zukunft aus, doch das "The Great Shift"-Team gibt einen eher positiven, hoffnungsvolleren Ausblick: "Wir denken, die Angst vor der Zukunft aufgrund von Corona ist eher ein Informationsproblem und kommt von der derzeit herrschenden Ungewissheit", erklären die Studierenden. Sie fahren fort: "Wir haben uns nun explizit mit diesem Thema befasst und erkannt, wie viel Potenzial darin steckt, die Krise als Chance zu nutzen. Dennoch werden wir tagtäglich eher mit negativen Beiträgen zu diesem Thema zugeschüttet. Da fällt es allen natürlich schwerer, die positiven Seiten zu sehen". Die junge Generation werde die nächsten Jahrzehnte noch mit den Folgen und Veränderungen leben müssen. "Wir versuchen die Chancen und positiven Möglichkeiten in den Mittelpunkt zu stellen, um uns auf eine fortschrittliche Zukunft freuen zu können", so die Studierenden.
 

[PA]

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