Die US-Universität Harvard fordert von ihren Studierenden zum kommenden Semester eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus (Foto: Jorge Salcedo/shutterstock.com) Die US-Universität Harvard fordert von ihren Studierenden zum kommenden Semester eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus (Foto: Jorge Salcedo/shutterstock.com)
Corona-Pandemie

US-Universität Harvard führt Impfpflicht ein

An der US-Universität Harvard müssen sich Studenten zu Beginn des kommenden Semesters im Herbst gegen das Corona-Virus impfen lassen. Zuvor hatten bereits andere US-Elite-Hochschulen wie Yale, Columbia und Princeton sowie das Boston College, die Boston University, die Northeastern University, die University of Massachusetts Amherst und das Emerson College eine solche Impfpflicht eingeführt. Ausnahmen seien nur aus medizinischen oder religiösen Gründen zulässig, erklärte Harvard-Präsident Lawrence Seldon Bacow laut NBC Boston.
 


Bacow sagte demnach in einer Nachricht an die Studierendengemeinschaft, die Studierenden sollten eine vollständige Impfung planen, bevor sie für das Herbstsemester auf den Campus zurückkehrten. Dann würden seit Erhalt der endgültigen Impfdosis mindestens zwei Wochen vergangen sein. Harvard akzeptiert alle von der Food and Drug Administration zugelassenen Impfstoffe wie Pfizer, Moderna oder Johnson & Johnson oder aber Impfstoffe, die von der Weltgesundheitsorganisation für den Notfall zugelassen sind. Internationalen Studierende und anderen, die vor dem Herbst keinen Zugang zu diesen Impfstoffen haben, will die Universität bei deren Ankunft eine Impfung anbieten.
 


Harvard-Präsident Bacow sagte, die Studierenden müssten gegen das Virus geimpft werden, um das hohe Impfniveau zu erreichen, das zum Schutz der Gemeinschaft erforderlich sei. Der Universitätsgesundheitsservice erhält diese Woche eine Versorgung mit dem Pfizer-Impfstoff und wird ab Freitag Impftermine vergeben. Diese Termine stehen allen Studierenden offen.
 


Die 1636 von britischen Einwanderern gegründete Universität gilt als einer der Eliteuniversitäten der USA. Mehr als 23.000 Studenten sind derzeit an der privaten Hochschule eingeschrieben, die für ihre strengen Zulassungsbedingungen bekannt ist.

In den USA hatte sich der Fortschritt bei der landesweiten Impfkampagne zuletzt verlangsamt. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben bisher mehr als 148,5 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, 107,3 Millionen gelten als voll geimpft. Das zeigen Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC. Insgesamt haben sich in den USA bisher mehr als 32,5 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 579.000 Menschen starben.

[PA]

harvard-universitätyaleprincetoncorona.virusimpfpflichtcorona pandemieharvard universityweltgesundheitsorganisationimpfkampagneusagesundheitsbehördecdcfda