Trotz der Corona-Pandemie zieht es viele deutsche Studierende mit dem Erasmus+-Programm ins Ausland (Foto: Christian Lue/unsplash.com) Trotz der Corona-Pandemie zieht es viele deutsche Studierende mit dem Erasmus+-Programm ins Ausland (Foto: Christian Lue/unsplash.com)
Erasmus+-Programm

Trotz Corona: EU-Auslandsaufenthalt beliebt

Die Corona-Pandemie schreckt deutsche Studierende nicht davon ab, mit dem Erasmus+-Programm ins Ausland zu gehen. Seit Jahresbeginn sind rund 9000 Studierende in einen Auslandsaufenthalt gestartet. Das sind im Vergleich zum Zeitraum vor Ausbruch der Pandemie immerhin 75 Prozent.

Laut vorläufigen Zahlen der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Außendienst (NA DAAD) haben im internationalen Sommersemester 8.765 Studierende einen Auslandsaufenthalt begonnen. Im internationalen Sommersemester 2019, vor Ausbruch der Corona-Pandemie, waren bis Ende April rund 12.000 Studierende mit Erasmus+ im Ausland. Zum Stichtag Ende April dieses Jahres konnten somit trotz Corona rund 75 Prozent der Erasmus-Auslandsaufenthalte im Vergleich zu 2019 verwirklicht werden.
 


Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Auslandsaufenthalten mit Erasmus+ im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie spielt der Einsatz digitaler Lernformate. So nutzten im Sommersemester 2021 bislang rund 800 Studierende die digitalen Möglichkeiten des Programms. Dabei können Studierenden entweder ihren Auslandsaufenthalt virtuell von zu Hause aus beginnen und später, wo es möglich ist, ins Gastland ausreisen - eine sogenannte "blended mobility". Alternativ ist ein komplett digitales Studium von zu Hause aus möglich.

Entscheidend für die Art des Auslandaufenthaltes sind laut NA DAAD vor allem die Regelungen der Gasthochschule und die Pandemiebestimmungen des jeweiligen Gastlandes. Dr. Stephan Geifes, Direktor der NA DAAD, erklärte in einer Pressemitteilung des DAAD: "Junge Menschen studieren mit Erasmus+ momentan virtuell, 'blended‘ oder physisch vor Ort im Ausland. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage auch im Wintersemester ungebrochen hoch, wenn nicht noch höher sein wird. Gleichzeitig ist für uns klar: Gesundheit und Sicherheit haben bei Erasmus+ oberste Priorität. Deswegen raten wir zum Beispiel weiterhin von der Ausreise in Risikogebiete ab".
 


Dem erfolgreichen EU-Programm Erasmus+ für Bildung, Jugend und Sport kommt auf dem Weg zu einem gemeinsamen Europäischen Bildungsraum eine Schlüsselrolle zu. Zwischen 2021 und 2027 steht dazu ein Gesamtbudget von rund 28 Milliarden Euro zur Verfügung. Es nehmen 33 Programmländer und weitere Partnerländer teil.

[PA]

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