Berliner Studierende haben die Pralinen "Tresties" in drei Geschmacksrichtungen entwickelt : Kakao-Mandelkaramell, Kokos-Rote-Bete und Nougat-Zimtapfel (Foto: Team "Tresties" / TU Berlin) Berliner Studierende haben die Pralinen "Tresties" in drei Geschmacksrichtungen entwickelt : Kakao-Mandelkaramell, Kokos-Rote-Bete und Nougat-Zimtapfel (Foto: Team "Tresties" / TU Berlin)
Food-Innovation-Wettbewerb

TU Berlin: Studenten erfinden eine gesunde Praline

Im Rahmen des diesjährigen Trophelia-Wettbewerbs hat ein fünfköpfiges Studententeam der Technischen Universität Berlin mit seiner Produktidee "Tresties" gewonnen - einer "besseren Praline". Der Wettbewerb richtet sich an Studierende der Lebensmittelwissenschaften und wird vom Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) ausgerichtet.
 


Die von den Studierenden entwickelten "Tresties" sind Pralinen, die nicht nur die Lust auf etwas Süßes stillen, sondern den Verbraucher zudem mit wertvollen Inhaltsstoffen versorgen. Gleichzeitig verwerten die Studierenden für die Herstellung übrig gebliebene Pflanzenfasern, die z.B. bei der Herstellung von Säften oder Konfitüren anfallen. Sie sind der Rohstoff für die Hülle der gesünderen Praline. Die cremige Füllung wird auf Nussbutterbasis hergestellt. Die Rezeptur ist vegan und glutenfrei und enthält viele Ballaststoffe, essentielle Fettsäuren und Vitamine.
 


Auf dem zweiten Platz landete das Team der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe mit der "Bratwurst-Pro", bei der durch den Einsatz pflanzlicher Proteine der Fleischanteil gegenüber herkömmlichen Produkten um 50 Prozent verringert ist. So können Konsumenten umweltfreundlicher Fleisch konsumieren, ohne dabei ganz auf dieses verzichten zu müssen.
 


Platz drei des Food-Innovations-Wettbewerb sicherte sich das Team der Universität Hohenheim mit dem "Retter-Kräcker". Die Kräcker bestehen aus nährstoffreichen Krübiskern- und Sonnenblumenmehl, das bei der Ölproduktion übrig bleibt, und aus Apfelfasern, die bei Fruchtsaftherstellung nicht verwertet werden. Das Produkt ist bereits auf dem Markt.
 


Einen Sonderpreis für die innovativste Produktidee verlieh die Jury einem Team der Technischen Universität Dresden: Dieses nutze Presskuchen aus der Ölherstellung von Sonnenblumen- und Leinöl in ihrem Produkt "Flaxsun", das rein pflanzlich ist und eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichem Joghurt darstellt.
 


Der diesjährige Wettbewerb war die zwölfte Veranstaltung von Trophelia in Deutschland. Hierbei hatten sich insgesamt 13 Studierenden-Teams von Hochschulen in ganz Deutschland beworben, um ihre innovativen Lebensmittelproduktideen der sechsköpfigen Jury vorzustellen. Für das Finale wählte die Jury sieben Teams aus. Vor der Video-Produktpräsentation durch die Teams wurde jeweils ein Verkostungsmuster an die Jury versendet, die daraufhin die verschiedenen Produkte bewertete.

[PA]

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