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Die Pandemie hat große Auswirkungen auf das Leben von Studierenden. Universitäten haben in vielen Fällen ein psychologisches Beratungsangebot (Foto: McKinsey/rawpixel.com) Die Pandemie hat große Auswirkungen auf das Leben von Studierenden. Universitäten haben in vielen Fällen ein psychologisches Beratungsangebot (Foto: McKinsey/rawpixel.com)
Untersuchung

Wie ist die psychologische Betreuung an Universitäten?

Dass die Pandemie sich auch auf die psychische Gesundheit auswirkt, haben Studien längst gezeigt. Schulen und Kitas sind jetzt zwar wieder geöffnet, doch Studierende stehen immer noch vor der Herausforderung der digitalen Lehre. Welche psychologischen Beratungsangebote es an deutschen Universitäten gibt, hat die Lernplattform "charly education" nun ermittelt.
 


Die Kölner Universität bietet mit fünf Optionen die größte Auswahlmöglichkeit für psychologische Beratung an. Studierende können an Sprechstunden in der Hochschule oder an gemeinsamen Workshops teilnehmen. Alternativen sind anonyme Beratungsgespräche per Chat oder Telefon.
 


Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen bieten nur universitäre Sprechstunden an, wo Studentinnen und Studenten sich psychologisch beraten lassen können. Auch das Angebot der städtischen Studierendenwerke ist dürftig, denn hier werden weder Sprechstunden oder Workshops noch telefonische Beratungen oder Beratungen im Chat angeboten.
 


Zusätzlich findet ein Großteil der psychologischen Beratungen sowie die Gruppenangebote aufgrund der Pandemie momentan nur online per Videochat oder telefonisch statt. Ein weiteres Problem ist, dass die Nachfrage seit Beginn der Corona-Pandemie enorm gestiegen ist und die Studierenden sich auf längere Wartezeiten einstellen müssen. So muss man z.B. an der RWTH Aachen momentan eine Wartezeit von fünf Wochen einplanen.
 


Studierende haben an vielen Universitäten außerdem die Möglichkeit, bei einer Telefonseelsorge anzurufen. Diese Seelsorge ist ein Service von Studierenden für Studierende. Die Beratung erfolgt anonym und ist meist am Abend erreichbar, wenn die Leitungen mit freiwilligen Studis besetzt sind. Durchschnittlich sind die Telefonseelsorgeleitungen 17 Stunden am Tag besetzt. Bei der Technischen Universität Dresden sind es sogar 21 Stunden.
 


Ein Großteil der Angebote an Universitäten ist für Studierende kostenlos. Eine Ausnahme bildet das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg, das ein Entgelt zwischen zehn und 15 Euro pro Einzel- oder Paargespräch fordert. Auch das Studierendenwerk in Köln erhebt eine Gebühr in Höhe von 2,50 Euro. Sofern Studierende die Gespräche jedoch mehr als fünfmal in Anspruch nehmen, wird - je nach finanzieller Situation der Teilnehmer und Teilnehmerinnen - keine Gebühr mehr erhoben.
 


Wenn es dir selber nicht gut geht und du mit Ängsten oder Depressionen kämpfst oder du das Gefühl hast, dass das Leben wenig Sinn habe, suche dir bitte umgehend Hilfe. Du kannst dich an deine Hausärztin oder deinen Hausarzt wenden oder anonyme Hilfsangebote im Internet annehmen. Online.telefonseelsorge.de, jugendnotmail.de oder nummergegenkummer.de sind mögliche Anlaufstellen.

Du möchtest lieber telefonieren? Mit der Telefonseelsorge sprichst du kostenlos unter 0800/1110111 oder 0800/1110222. Auch beim Hilfetelefon wird dir unter 8000/ 116 016 gratis geholfen. Die Ehrenamtlichen des Muslimischen SeelsorgeTelefons erreichst du unter 030/443 509 821.


An vielen Hochschulen gibt es zudem Berater der Techniker Krankenkasse (TK), die wissen, inwieweit die TK dich bei der Suche nach psychologischer Hilfe unterstützen kann. Du findest alle TK-Hochschulberater in der Pointer-Hochschulkarte.

[PA]

Dieser Artikel wird präsentiert von unserem Gesundheitspartner Die Techniker.

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